Der ganz große Erfolg!

Das ist Welvers weltmeisterlicher Rammler

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Welver – „Weltmeister – mehr geht eigentlich nicht“, triumphiert Ulrich Frigge. Seit 55 Jahren züchtet er Kaninchen, jetzt wurde seine Zuchtgemeinschaft mit Birgit Dobslaff mit dem ganz großen Erfolg gekrönt.

Mit seinen „Zwergwidder schwarzgrannen“ ließ er in Österreich die gesamte Konkurrenz hinter sich und sicherte sich den Titel als Weltbester Züchter für seinen Farbenschlag. 

Mit 386,5 Punkten bewerteten die Preisrichter seine Zuchtgruppe mit den ausgewählten vier Tieren, die Urkunde und die Medaille bekommt einen Ehrenplatz zwischen allen errungenen Titeln. Und Titel haben die beiden Züchter aus dem Rassekaninchenzuchtverein W 764 Welver bereits jede Menge gesammelt.

Weltmeistertitel machen besonders stolz

Zu den zwei Europameistertiteln aus den Ausstellungen in Frankreich und Dänemark der vergangenen Jahre kommen nun noch zwei Urkunden als Europameister hinzu. Besonders stolz sind die beiden aber auf ihre beiden Weltmeistertitel. In Wels in Oberösterreich fand die erste Weltmeisterschaft für Kaninchenzüchter statt. 

Als Ulrich Frigge davon erfuhr, gab es für ihn kein Halten mehr. Gemeinsam mit zwei weiteren Züchtern aus Greven organisierte er die Fahrt. Am 19. November ging es mit einem Transporter und insgesamt 68 Tieren auf die Reise in die Alpenrepublik. In speziellen Transportboxen hatte Frigge die Tiere seiner Zuchtgemeinschaft untergebracht, damit sie die lange Fahrt ohne Schaden überstehen.

13.000 Tiere aus der ganzen Welt 

Am Ziel wurden die Tiere eingestallt, es galt zunächst die entsprechend gekennzeichneten Ausstellungsboxen für die einzelnen Züchter in der riesigen Halle zu finden. Das Gewusel war entsprechend groß, insgesamt 13 000 Tiere waren aus aller Welt dort eingetroffen, die Züchter kamen aus den USA, Luxemburg, Österreich, Ungarn, Tschechien, Italien, der Schweiz, Rumänien und natürlich Deutschland. 

Am zweiten Tag folgte die Tierbewertung, hier hatte sich Ulrich Frigge als Helfer angeboten und brachte den Preisrichtern die gewünschten Tiere. „Meine eigenen Tiere durfte ich natürlich nicht zutragen“ amüsiert sich der erfahrene Züchter, so sind die Regeln. Zwei Tage dauerte die Bewertung und niemand wusste, wie seine Tiere bewertet wurden. 

Frigge hatte schon eine Ahnung..

Andeutungen über seine Bewertung erfuhr Frigge aber schon am Abend vor der offiziellen Siegerehrung, eine Mitzüchterin hatte Zugang zum EDV-System und signalisierte ihm einen guten Platz. Als am Samstag dann Ergebnis amtlich war gab es kein halten mehr. Mit Sekt feierten die überglücklichen Züchter ihren Erfolg, der erlösende Telefonanruf erreichte Birgit Doblaff, die währenddessen daheim in Ostwennemar die Tiere versorgte, kurze Zeit später. 

Die beiden Züchter ergänzen sich prächtig, Birgit Dobslaff ist selbst Preisrichterin und außerdem Vorsitzende des Kreisverband der Rassekaninchenzüchter Hamm und züchtet seit 31 Jahren die Langohren. Auch neue Ziele haben die beiden bereits wieder angepeilt, in drei Wochen findet die deutsche Meisterschaft in Karlsruhe statt, für 2021 ist die Europameisterschaft in Tulln in Österreich wieder ins Auge gefasst.

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