Bauhof legt an:

Wildkräuter wachsen am Wegesrand

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Es wächst und gedeiht am Wildacker bei Nateln. Bauhofleiter Hans Wilms kümmert sich mit seiner Mannschaft um diese Projekte, die in den vergangenen Jahren viel Zuspruch erfahren haben.

Welver – Die Ortsdurchfahrt Nateln hinter sich lassend, an Haus Nateln vorbei und dann los in die Felder. Welvers Bauhofleiter Hans Wilms zeigt am Rande eines Maisfeldes und im Schatten einer Baumreihe das neueste Projekt, das er in diesem Jahr gestartet hat.

Hier entsteht ein Wildacker – und erste Pflanzen sind natürlich jetzt schon zu sehen. Blüten gibt es noch keine, aber das kann Welver ja mit den zahlreichen Blühstreifen mit einjährigen und auch mehrjährigen Pflanzen ausgleichen. Etliche bunte Blumenbänder ziehen sich durch die Orte, zum Beispiel vor der Grundschule oder am Randstreifen vom Zentralort nach Kirchwelver. Seit 2008 ist der Bauhof der Gemeinde vor Ort unterwegs, um diese Blühstreifen zu realisieren und zu pflegen. Das neue Projekt, so Hans Wilms, legt nun den Schwerpunkt auf die Wildkräuter.

Zwei dieser Wildäcker gibt es in diesem Jahr in Welver, der eine eben hier oberhalb von Nateln und der andere in Richtung Dinker am Hündlingser Bach. Zusammen mit den örtlichen Jägern wurden die grünen Wege vorbereitet, es wurde vorab gemulcht und gemäht. Rund 1,5 Meter breit sind die Wildäcker, beide zusammen haben rund 1500 Quadratmeter. Ausgesät werden die Saatgutmischungen im April oder Mai. Die Wildkräuter sollen Nahrung bieten für zahlreiche Insekten und Vogelarten. Gleichzeitig findet hier auch das Wild Nahrung und Deckung.

Neben den Wildkräutern sind in der Saatmischung auch Leguminosen, dazu gehört unter anderem auch der Klee, zu finden. Hans Wilms freut sich, dass dieses Thema in der Bevölkerung einen immer größeren Stellenwert einnimmt und auch Anfragen kommen.

Bei den Wildäckern wolle man natürlich erreichen, dass sich die Saat vermehrt. Daher bleibe der Schnitt auch liegen, damit die Saat aus dem abgemähten Grün herausfallen könne. Das Thema Mähen bleibt auch hier wichtig. In Welver, so Wilms, finde die Hauptmähung erst im August statt. Teilweise werden noch die Banketten gemäht. Neugierig wolle man die Menschen machen, daher sind an den Wildäckern auch Informationstafeln angebracht, um zu erklären, was dort passiere. Für die Zukunft solle das Projekt ausgeweitet werden und gerne noch weitere gemeindliche Flächen dazu kommen, sagt Bauhofleiter Wilms.

Wildes in Welver

In der Gemeinde Welver gibt es zwei Wildäcker, die der Bauhof angelegt hat. Zum einen gibt es einen in der Feldflur hinter Nateln in Richtung Berksen; zum anderen befindet sich ein weiterer am Hündlingser Bach.

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