FDP fordert Beitritt zum Bio-Bündnis

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Schottergärten sind in der Diskussion.

Welver – „Mit der Umsetzung konkreter Maßnahmen vor Ort kommt den Kommunen beim Schutz der biologischen Vielfalt eine herausragende Rolle zu“, schreibt Welvers Ortsvorsteherin Monika Korn (FDP) in einem Antrag an den Rat.

Sie regt an, dass die Gemeinde Welver dem Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ beitreten soll. Darüber werden die Lokalpolitiker am Mittwoch ab 17 Uhr im Rathaus diskutieren und entscheiden. Einige Maßnahmen zum Schutz des Artenreichtums seien in der Gemeinde Welver bereits umgesetzt worden. Die Herausforderungen erforderten von den Kommunen neue innovative Wege bei der Aufgabenplanung, mehr Effizienz bei der Umsetzung sowie eine auf die Akzeptanz betroffener Personengruppen abzielende Kommunikation.

"Bürger sensibilisieren"

 „Es kommt darauf an, die Bürger zu sensibilisieren und aufzuzeigen, was jeder Einzelne beispielsweise bei der Gartengestaltung umsetzen kann.“ Korn weiter: „Das Bündnis ,Kommunen für biologische Vielfalt‘ wird die Kommunen bei den genannten Herausforderungen unterstützen. Es wird dafür Sorge tragen, dass diese Maßnahmen und die dabei gesammelten Erfahrungen entsprechend aufgearbeitet und allen Kommunen zugänglich gemacht werden. Durch Workshops würden Verwaltungsmitarbeiter geschult und durch die gemeinsame inhaltliche Arbeit wertvolle Kontakte zu anderen Kommunen geknüpft.“ 

Bündnis ein eingetragener Verein

Als eingetragener Verein könne das Bündnis zudem Fördermittel beantragen und Projekte im Sinne der Kommunen durchführen. Mehr als 350 Kommunen, so Korn, hätten mittlerweile die Deklaration „Biologische Vielfalt in den Kommunen“ unterzeichnet. Diese Kommunen hätten sich damit bereit erklärt, den Erhalt der biologischen Vielfalt als Grundlage einer nachhaltigen Gemeindeentwicklung verstärkt zu berücksichtigen. Mit der Deklaration sprechen sich die Unterzeichnerkommunen laut Korn dafür aus, konkrete Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt zu ergreifen. 

Konkrete Maßnahmen beschließen

Damit reagierten sie auf den voranschreitenden Verlust an biologischer Vielfalt. In Deutschland würden über 70 Prozent aller Lebensräume als bedroht eingestuft. Bereits 1992 habe Deutschland das Übereinkommen über die biologische Vielfalt unterzeichnet und sich damit verpflichtet, dem Verlust der Biodiversität Einhalt zu gebieten. Das Bündnis sei ein Zusammenschluss von im Naturschutz engagierten Kommunen. Es stärke die Bedeutung von Natur im unmittelbaren Lebensumfeld des Menschen und rücke den Schutz der Biodiversität in den Blickpunkt.

Auf der Tagesordnung im Rat:

Bürgerfragestunde, Städtebauliches Entwicklungskonzept – Ergebnisse zur ISEK-Erweiterung im Hinblick auf ein Schulquartier, Weiterentwicklung des Brandschutzbedarfsplans, Pläne des Investors „MD-Projekt“ für Seniorenwohnungen aus dem Raiffeisen-Gelände, Neuer Gehweg an der Straße „Aulflucht“ in Scheidingen, Neuer Gehweg an der Werler Straße in Welver (Baugebiet Landwehrkamp), Wegebauprogramm 2019, Neubau der Brücke am Baukeweg über den Enkerbach in Schwefe, Jahresabschluss 2018 und Entlastung des Bürgermeisters, Bildung eines Wahlausschusses für die Kommunalwahl 2020. Im nichtöffentlichen Teil geht es unter anderem um die Weiterbeschäftigung des Pförtnerdienstes in der Asylunterkunft „Alte Hauptschule“ inklusive Kontrollfahrten zur Asylunterkunft Eilmser Wald.

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