Schwefe

Dicker Zuschuss durch Fördermittel für Anlage des TuS Schwefe

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Ein neuer Kunstrasen ist förderungsfähig - zur Freude von Christoph Güttmann (l.) und Tim-Fabian Röhmer.

In Schwefe sehnen sie sich schon lange nach einer modernen Sportanlage. Die ersten Schritte, um diesen Wunsch zu erfüllen, sind nun gegangen.

Schwefe – Die Sportplatzanlage des TuS Schwefe ist mächtig in die Jahre gekommen. Im Kabinentrakt, den der Verein in den Überresten der alten Dorfschule improvisiert hat, fällt der Putz von der Wand, dazu haben die sanitären Anlagen ihre besten Tage schon längst hinter sich. Das Damen-WC dient als Abstellraum, die Decke der kleinen Turnhalle ist im Eimer. 

Und auch der Fußballplatz ist kein wirklicher Hingucker. Jedes Jahr ab Oktober ähnelt das Spielfeld eher einer Rumpelwiese, die nicht mal zum Bolzplatz taugt. „Zwei Drittel der Spieler, die wir zu uns holen wollen, sagen wegen all dem ab“, erzählt Christoph Güttmann, der erste Vorsitzende des TuS. Eine Situation, die für den Verein nicht mehr hinnehmbar ist. 

Verein findet passenden Fördertopf

Deshalb hat sich der Klub aktiv nach Fördertöpfen umgesehen, um schon bald einen Kunstrasenplatz und eine Modernisierung der Örtlichkeiten finanzieren zu können. Hilfe gab es dabei von Tim-Fabian Röhmer, der für die BG im Welveraner Rat sitzt und auch noch in der ersten Fußballmannschaft des TuS kickt. Gemeinsam stießen sie auf das Förderprogramm „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“, welches eine Förderung von hundert Prozent verspricht. „Um das in Anspruch nehmen zu können, brauchten wir aber einen gültigen Ratsbeschluss“, erklärt Röhmer. Er setzte deshalb alle ihm zugänglichen Hebel in Bewegung, um das Thema noch kurzfristig auf die Tagesordnung der Sonderratssitzung am 12. August setzen zu lassen, da die Bestätigung, dass das Schwefer Projekt überhaupt förderfähig ist, erst ganz kurz zuvor eintrudelte. Röhmers Anliegen wurde entsprochen, weshalb der Rat tatsächlich über die TuS-Anlage beriet und abstimmte. 

„Wir haben unseren Beschluss erhalten“, freut sich Röhmer über die positive Rückmeldung seiner Ratskollegen. Zu einer hundertprozentigen Förderung kann man schließlich nicht „Nein“ sagen. 

"Gesamte Existenz hängt daran"

Für den TuS-Vorsitzenden Güttmann ist der Beschluss ein immens wichtiger Schritt für die Zukunft seines Vereins. „Das ist richtungsweisend für uns – für den Verein und auch den Standort Schwefe. Unsere gesamte Existenz hängt daran“, verdeutlicht er. Diese Existenz liegt nun aber nicht mehr in den Händen des TuS, sondern in denen der Gemeinde und der Bezirksregierung in Arnsberg. Die Verwaltung muss die Unterlagen jetzt nämlich beschlussfähig einreichen, Arnsberg muss dem dann noch zustimmen. Angesichts von Fördergeldern in Höhe von etwa 600 000 Euro sollte das doch eigentlich recht schnell gehen. Reicht die Gemeinde das Material nicht bis zum 16. Oktober ein, sinke der Fördermittelbeitrag auf „nur“ noch 90 Prozent. „Auch das wäre finanziell noch ein absoluter Gewinn für Welver“, meint ein optimistischer Röhmer. „Wir hoffen, dass das jetzt schnell über die Bühne geht.“ Güttmann dagegen ist noch skeptisch. „Das hier ist Welver. Ich glaube erst, dass das alles klappt, wenn der Bagger bei uns auf dem Platz steht.“ Der würde aber nicht trotz, sondern gerade wegen der Rumpelwiese kommen.

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