Bürgerversammlung zur Planänderung im Gewerbegebiet Scheidingen

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Das Gewerbegebiet Scheidingen soll künftig mehr Platz für Firmen bieten. Bei den Anwohnern stieß die Infoveranstaltung zur Planänderung auf großes Interesse.

Scheidingen - Im Gewerbegebiet Scheidingen soll mehr Platz für Gewerbe entstehen. Es geht um zwei Flächen – einen Streifen entlang der Straße Birkenbusch und ein Areal am nordwestlichen Zipfel – die für eine gewerbliche Bebauung nutzbar gemacht werden.

Da ein rechtskräftiger Bebauungsplan für das Gewerbegebiet bisher nicht existiert, ist derzeit eine Anpassung geplant. Die frühzeitige Beteiligung der Bevölkerung ist eine Planungsvorgabe, daher hatte die Gemeinde jetzt die Bürger in die Schützenhalle in Scheidingen eingeladen. 

Das Büro für Raumplanung, Städtebau und Architektur „Planquadrat“ aus Dortmund hat die Pläne des Gewerbegebiet Scheidingen überarbeitet. Gemeinsam mit Bau-Fachbereichsleiter Markus Hückelheim, Bürgermeister Uwe Schumacher und dem Marketingchef Detlef Westphal stellte Diplomingenieur Dietmar Mücke jetzt die angestrebte Änderung im Flächennutzungsplan vor.

„Es geht hier im Wesentlichen um landwirtschaftliche Flächen, die aber bereits von Firmen genutzt werden“ erläuterte der Planer aus Dortmund, „hier ist eine zeitnahe Anpassung des Bebauungsplans erforderlich“. Dabei wurde auch das Regenrückhaltebecken mit in den Bebauungsplan eingebunden. Umfassend erläuterte Mücke die Planung und erklärte die vorgegebenen maximalen Bauhöhen und die Begrenzungen bei den Emissionswerten.

In der sich anschließenden Fragestunde erkundigte sich Peter Holuscha nach dem Thema Verkehrsführung. „Gerade die Anlieger der Straße Aulflucht sind hier stark belastet“, erklärte er.

„Es soll an der Bestandssituation nichts verändert werden“, entgegnete der Planer daraufhin, „es geht hier um eine Legalisierung. Die Verkehrsmengen werden sich dadurch nicht ändern, daher wurde auch eine Verkehrsuntersuchung nicht in Auftrag gegeben“, machte er deutlich. Werner Martin wollte wissen, ob die damals festgesetzten Baugrenzen von zwölf Metern zur Grundstücksgrenze weiterhin Bestand haben.

Hier erklärte Mücke, dass zu den Außengrenzen ein bewusst großer Abstand eingeplant wurde, der nicht mit Hauptgebäuden bebaut werden darf, die Eigentümer an den inneren Straßen jedoch mehr Möglichkeiten haben werden.

Dirk Ohsenbrink sprach noch einmal die Emissionsgrenzen an. Er befürchtet eine Einschränkung verschiedener Gewerbemöglichkeiten. Mücke und auch Hückelheim betonten noch einmal, dass es hier auf keinen Fall eine Verschlechterung geben werde. „Im alten Bebauungsplan waren Gewerbeflächen vorgesehen, keine Industrieflächen. Jetzt wird eine Industriefläche ausgewiesen“.

Scheidingens Ortsvorsteher Hubert Kaiser wandte ein, das erhöhte Verkehrsaufkommen durch das Gewerbegebiet belaste Scheidinger Bürger seit Jahren.

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