Baustart für den Mobilfunkmasten in der Liethe

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Nur ein Schild und reger Lkw-Verkehr weisen auf die versteckte Baustelle südlich der Bahnlinie hin.

Welver - Der Start erfolgte vor einigen Tagen fast unbemerkt. Nur ein Schild an der Bahnunterführung weist auf die kleine Baustelle in der Liethe hin. Dabei ist sie von enormer Bedeutung für alle Handy- und Smartphone-Benutzer – also für beinahe jeden. Hier entsteht ein neuer 40 Meter hoher Funkmast, der das Handynetz in Welver sicherstellen soll.

Bauherr ist die „Deutsche Funkturm GmbH“, die für ihr Vorhaben eine 10 mal 15 Meter große gemeindeeigene Außenbereichsfläche im Bereich des Fußweges zwischen der Werler Straße und der Liethe parallel zur Bahnlinie nutzt.

Derzeit werden Erdarbeiten für das Fundament vorgenommen. Wann der Funkmast betriebsbereit ist, kann Unternehmsssprecher André Hofmann noch nicht genau sagen. „Es werden sicher noch einige Monate ins Land gehen“, so Hofmann.

Fest steht schon jetzt, dass mit der Inbetriebnahme sofort der Mast auf dem ehemaligen Raiffeisengelände abgeschaltet und zurück gebaut wird. Der neue Turm aus Stahlbeton stellt die Versorgung mit den gängigen Diensten GSM, LTE und UMTS sicher. Hofmann geht davon aus, dass nicht nur die Telekom, sondern auch die Mitbewerber diesen Masten nutzen werden. Abschließend geklärt ist das aber noch nicht.

Das Grundstück liegt außerhalb des geschützten Landschaftsbestandteils, der über der stillgelegten Bahntrasse Welver-Unna liegt.

Mobilfunkmasten gelten als privilegierte Vorhaben und sind demnach auch im Außenbereich zulässig. Im Jahr 2005 hat es bereits ein Baubegehren für einen Mobilfunkmast in Welver gegeben. So wollte Vodafone auf dem Grundstück des Edeka-Marktes an der Ladestraße einen ebenfalls 40 Meter hohen Masten errichten. Hierzu wurde vor zehn Jahren das gemeindliche Einvernehmen versagt, eine Veränderungssperre erlassen und anschließend wurden die Bebauungspläne im Zentralort mit Höhenbegrenzungen belegt.

Der Gemeinderat hatte Anfang 2016 schließlich den Weg für den Bau des Masten in der Liethe frei gemacht. Zuvor waren die Bürger in einer Einwohnerversammlung informiert worden.

Die Deutsche Funkturm GmBH ist ein Teil der Deutschen Telekom-Gruppe und wurde 2002 gegründet. Sie plant, baut, akquiriert, vermarktet und betreibt bundesweit Funkstandorte für Mobilfunk, Richtfunk und Rundfunk. 700 Mitarbeitern sind für etwa 27.000 Funkstandorte zuständig.

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