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Bäckerei schließt Filiale in Dinker

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Von: Dirk Wilms

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Die Bäckerei Lippling schließt die Filiale in Dinker.
Die Bäckerei Lippling schließt die Filiale in Dinker. © Wilms, Dirk

Schwerer Schlag für Dinker: Die Bäckerei Lippling hat mit dem Silvestertag ihre Filiale am Hellweg geschlossen. „Die Gründe sind vielfältig“, schildert Hildegard Lippling die Probleme.

Dinker - So sind die Kosten für Energie und Rohstoffe explodiert, was einer Bäckerei ganz besonders zu schaffen macht. Eine so kleine Filiale halbtags weiter zu betreiben, rechnet sich daher nicht mehr.

Die Personallage hatte schon im Herbst dazu geführt, dass nur noch vormittags geöffnet werden konnte. Die Hoffnung, neue Kräfte auf dem leer gefegten Arbeitsmarkt zu finden, hat sich nicht erfüllt. Auch dies hat zur Entscheidung beigetragen, die Pforten zum Jahresende zu schließen.

Mitarbeiterin Beate Speckenwirth wird nach dem Jahreswechsel in der Filiale in Dolberg die Backwaren aus dem Hause Lippling verkaufen, die in der Zentrale in der Rommersch in Lippborg produziert werden. Die Hauptfiliale ist an der Hauptstraße in Lippborg, eine weitere in Beckum. In Dinker wird Lippling demnächst nur noch mittwochs mit dem Bäckerwagen vor Ort sein.

Wir haben in vielen Gesprächen gehört, dass Dinker hinter uns steht. Ich war ja jeden Tag vor Ort. Daher haben wir uns auch sehr ungern zu diesem Schritt entschlossen.

Hildegard Lippling

„Wir haben in vielen Gesprächen gehört, dass Dinker hinter uns steht. Ich war ja jeden Tag vor Ort. Daher haben wir uns auch sehr ungern zu diesem Schritt entschlossen“, lässt die Bäckerin aus Lippborg schweren Herzens durchblicken, wie schwer ihr der Abschied aus Dinker fällt. „Wir bedanken uns sehr für die jahrelange Treue, die Sie uns entgegengebracht haben“, heißt es auf einem Plakat im Schaufenster. Und weiter: „Dieser Schritt fällt uns sehr schwer. Wir waren gerne hier.“

Ortsvorsteher Sebastian Schütz bedauert die Entwicklung sehr. „Wir in Dinker waren stolz, dass wir noch einen Laden hatten. Gerade für die älteren Leute ist es sehr ärgerlich, war es doch ein kurzer Weg für sie“, verweist Schütz darauf, dass es neben Backwaren auch lange ein kleines Angebot an Lebensmitteln gab.

„Ich werde mich jetzt umhören, ob sich vielleicht ein Nachmieter findet“, will er sich bemühen, dass es in seinem Dorf weiterhin Brot und Brötchen zu kaufen gibt. „Die Lage ist ja eigentlich ideal wegen der vielen durchfahrenden Autos“, weiß Schütz. Es wäre für ihn sehr wünschenswert, dass wieder ein ähnliches Geschäft angesiedelt werden kann. Auch aus einem weiteren Grund: „Die parkenden Autos waren auch immer eine schöne Bremse“, verweist er auf die nicht selten mit zu hohem Tempo über den Hellweg rasenden Autos.

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