Unsere Redaktion möchte von damals und heute erzählen

Welver feiert 2019 das 50-Jährige: Wen interessiert's?

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Kirchwelver - eine Postkartenansicht.

Welver - Ein junger Hüpfer ist Welver im Vergleich zur Hansestadt Soest. 1969 wurden 21 Ortschaften zur großen „Vernunfts“-Gemeinde zusammengeschlossen. Kommendes Jahr wird Welver also 50 Jahre alt. Ein runder Geburtstag ist ein Grund zum Feiern. Doch hat das für die Menschen in Welver überhaupt eine Bedeutung? Haben sie in 50 Jahren eine Beziehung zu ihrer Gemeinde aufgebaut? Oder sehen sie sich immer noch eher als Schwefer, Scheidinger und Dinkeraner?

Beim Anradeln Ende April nahm er die Marathonstrecke mit der Absicht in Angriff, sich an einem Tag die Vorzüge jeder einzelnen Ortschaft vor Augen zu führen. Da die Erinnerung nach seinen Aussagen „eine Gänsehaut“ hervorruft, ist das offenbar gelungen. 

„Dabei ist mir noch mal klar geworden, wie vielfältig das Angebot ist, das Welver seinen Bewohnern, auch potenziellen Bewohnern, aber auch Gästen machen kann. Wir sind kein Industriestandort. Aber so etwas wie den Hof Rüsse-Markhoff in Ehningsen, Scheidingen als Mittelpunkt Westfalens, die Historie Schwefes, der Obsthof Korn in Einecke – jeder einzelne Ort hat seine Besonderheit und gemeinsam ergibt sich ein großes Ganzes, das sich sehen lassen kann“, schwärmt Detlev Westphal.

„Borgeln tendiert klar zu Soest.“

Beim Anradeln Ende April genoss Welvers Wirtschaftsförderer Detlev Westphal (Mitte ohne Helm) die Attraktivitäten jeder einzelnen Ortschaft, die zu Welver gehört.

Er weiß, dass Vellinghausen und Eilmsen sich zu Hamm hingezogen fühlen und Scheidingen sich Richtung Werl orientiert. „Borgeln tendiert klar zu Soest“, sagt er, wohl wissend, dass sich örtliche Nähe nicht weg diskutieren lässt. Dennoch empfindet der Wirtschaftsförderer Welver als zentralen Ort optimal und kann mit dem historischen Kirchwelver auch eine Postkartenansicht liefern. 

Kommunale Gebietsreform

Die kommunale Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen wurde in zwei großen Phasen ab dem Jahr 1966 durchgeführt und fügte so manche Orte zueinander, die nicht zusammen sein wollten. Gekämpft wird auf dem Fußballplatz Für Welver bedeutet das nach wie vor eine große Herausforderung. Doch alte Gräben wurden (hoffentlich) längst zugeschüttet und überwunden und Rivalitäten werden heute augenzwinkernd lebendig gehalten. Oder auf dem Fußballplatz...

Der Soester Anzeiger lässt Leser zu Wort kommen

2019 feiert Welver sein 50-jähriges Bestehen. Wie war das damals? Wer erinnert sich? Wer schloss sich fröhlich dem großen Bruder an? Wer sträubte sich mit Händen und Füßen gegen den Nachbarort?

Der Jugend wird im Allgemeinen das Recht zur Rebellion zugesprochen. Aber auch „die Jugend“ lernt, wird älter und nachsichtig. Der Anzeiger möchte von damals und heute erzählen, Gesichter zeigen, die von erhaltenswerter Geschichte berichten.

Rufen Sie an: 02921/688183. Oder schreiben Sie uns: welver@soester-anzeiger.de.

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