Weiberfastnacht: Bördehalle bleibt Endstation

Kunterbunt wird es nächste Woche Donnerstag wieder im Zentralort: Über 1000 Aktive nehmen am Welveraner Weiberfastnachtsumzug teil. Die Organisatoren hoffen natürlich, dass die Zahl der Zuschauer und Gäste noch wesentlich höher liegt. Archivfoto: Dahm

WELVER ▪ In etwas mehr als einer Woche herrscht in Welver wieder der närrische Ausnahmezustand. Der Weiberfastnachts-Umzug ist das größte Gemeinde-Event im Jahr.

Große Änderungen im Vergleich zum Vorjahr gibt es dabei nicht: Die Parade endet auch in diesem Jahr an der Bördehalle, das Zelt auf dem Marktplatz kehrt nicht zurück – vorerst. Mit vier Zahlen veranschaulicht Gemeinde-Wirtschaftsförderer Detlev Westphal die voraussichtlichen Rahmenbedingungen der Großveranstaltung in diesem Jahr: 4, 15, 45, und 1000. Die 4 steht dabei für die Haupt-Veranstaltungsorte: Das sind der Marktplatz, die Gaststätte Kupferkanne, der Buchenwaldsaal und natürlich die Bördehalle, wo der Umzug beginnt um endet. Darüber hinaus wird es wie bereits im letzten Jahr weitere Versorgungsstände entlang der Bahnhofsstraße geben. Auch Kinderschminken und ein Karussell sind dann im Kreuzungsbereich mit der Reiherstraße zu finden.

15 ist die Anzahl der Wagen. Im Vergleich zu den zehn Gefährten im Vorjahr eine Steigerung um stolze 50 Prozent und eine schöne Bereicherung, lassen die großen Narrenschiffe den Umzug doch noch pompöser wirken. Auf gleich gutem Niveau wie im Vorjahr bewegen sich die Fußgruppen, für sie steht die 45. Und weil viele davon nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ gut unterwegs sind, dürfte die Summe der Aktiven erneut bei über 1000 liegen – die letzte Zahl.

Auch zeitlich ändert sich beim Umzug nichts: Wie gewohnt startet der Lindwurm um 14.11 Uhr an der Bördehalle und endet dort gegen 17.30 Uhr. Zwischendurch findet gegen 16.30 Uhr der traditionelle Rathaussturm statt. Ab 17 Uhr pendelt dann wieder ein kostenloser Bus-shuttle zwischen Bördehalle und Marktplatz, zur gleichen Zeit geht auch die Party im Buchenwaldsaal los.

Das Festhalten am Vorjahresprogramm bedeutet auch, dass das von manchem Jecken wieder gewünschte Zelt auf dem Marktplatz (noch) nicht wieder zurückkehrt. „Das wird in diesem Jahr nicht umgesetzt. Unsere Überlegungen gehen jedoch dorthin, das in den nächsten Jahren wieder aufleben zu lassen“, macht Wirtschaftsförderer Westphal keinen Hehl daraus, in welche Richtung die Gemeinde bei diesem Thema tendiert: „Wir müssen überlegen, wie wir den Umzug weiter attraktiv halten und gestalten.“

Kollision der Interessen

Das Problem: Dies kollidiert natürlich mit den Interessen des SV Welver als Hauptveranstalter, der verständlicherweise sichergehen möchte, dass seine Party in der Bördehalle nach dem Umzug gut frequentiert wird – schließlich müssen die hohen Kosten, die der Verein für die Großveranstaltung (mit Hilfe von Spendern) aufbringt, gedeckt sein. Im vergangenen Jahr hatte der Sportverein bereits angekündigt, aufgrund der im Laufe der Jahre entstandenen Verluste im Bereich Karneval seine Prunksitzung für 2013 ausfallen lassen zu müssen.

In diesem Punkt zeigt auch Westphal Verständnis: „Da wird erkennbar, was der SV Welver in der Vergangenheit neben der Arbeitskraft auch finanziell investiert hat.“ Er plädiert daher für eine noch engere Zusammenarbeit aller Beteiligten in einem Förderverein, um die Last auf mehreren Schultern zu verteilen: „Da müssen wir alle mitnehmen.“ ▪ tob

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