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Fest ohne König soll die Ausnahme bleiben

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Von: Nico Rading

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Berwicke - Ein Fest ohne Königspaar – das hat es in der Geschichte des Schützenvereins Berwicke-Stocklarn-Hacheney noch nicht gegeben. Bis zum letzten Freitag: Niemand war bereit, den Vogel abzuschießen.

Um 22 Uhr beendete der Vorstand schließlich das Treiben. Wie es mit Blick auf das Schützenfest 2020 jetzt weiter gehen soll, das will der Vorstand um Kommandeur Stefan Schiller in Ruhe klären. „Es gibt mehrere Überlegungen“, kündigte er im Gespräch mit der Redaktion an.

Schiller bleibt optimistisch. Immerhin gebe es eine lebendige Avantgarde als Unterbau und seit einem Jahr sind auch Frauen im Verein – die Zahl der potenziellen Anwärter steigt somit automatisch. Dennoch sieht er auch die anderen Mitglieder weiter in der Pflicht. Kostenargumente lässt er nicht gelten. Es gebe schließlich eine Königsprämie, dazu helfe der Vorstand bei Bedarf an allen Ecken und Enden. Auch die Festgarderobe könne durchaus eine Nummer schlichter ausfallen. „Es muss kein reines Königskleid sein, das nur zu diesem Anlass getragen werden kann“, findet Schiller. 

Auch, wenn er die Eindrücke vom Fest ohne Königspaar erst noch sacken lassen muss, sei das Wochenende durchaus positiv gelaufen. Am Freitag und Samstag sei die Stimmung wie immer gewesen. „Der Sonntag war wegen der fehlenden Majestäten und dem fehlendem Hofstaat ruhiger als sonst“, räumt er ein. Eine Woche später zeigt er sich entschlossen: „So etwas darf sich nicht jedes Jahr wiederholen.“ 

Immerhin – und das ist das Gute an den Erfahrungen des letzten Wochenendes – halten Verein und Schützenfestbesucher zusammen. Als das Ende des Schießens in den späten Abendstunden mit ehrlichen Worten verkündet wurde, gab es spontan Applaus. Der brandet hoffentlich in einem Jahr wieder auf: Dann für den neuen König oder die erste Regentin des Vereins. Wer sich für diesen Gedanken schon jetzt erwärmen kann, hat die Gelegenheit auf der Homepage des Vereins einen Aufnahmeantrag herunterzuladen. Jahresbeitrag: 20 Euro.

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