Straße bis Weihnachten dicht

Vollsperrung in Einecke: Deshalb beschert der Platzmangel den Fahrern Umwege

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Irritierend ist diese Absperrung, die ortsfremde Autofahrer in Richtung Merklingsen leiten könnte. Die eigentliche Baustelle beginnt erst im Dorf, gesperrt ist die Strecke etwa 200 Meter weiter, wo auch die Umleitung über Flerke ausgeschildert ist.

Einecke – Vollsperrung bis Weihnachten. Das war für die Einecker eine faustdicke Überraschung, als sie Anfang dieser Woche im Anzeiger lesen mussten, dass die Ortsdurchfahrt ihres Dorfes jetzt vorerst dicht ist.

Bis Heiligabend, 24. Dezember, verlegt Westnetz, der Verteilnetzbetreiber von Innogy, auf der L 747 (Einecker Straße) Glasfaser. Der Breitbandausbau erfordere an dieser Stelle eine vollständige Sperrung – „aufgrund der örtlichen Gegebenheiten“, teilt Westnetz mit. Die vorbereitenden Tiefbauarbeiten für die Erstellung der Hausanschlüsse werden vom Unternehmen „Grasbeinter Tiefbau“ ausgeführt und haben bereits begonnen. 

Die gute Nachricht: Für Anlieger soll die Straße frei sein, so Gemeindesprecher Detlev Westphal. Der Obsthof Korn und die Tierarztpraxis Nordhaus können zudem während der gesamten Bauphase über Umleitungen angefahren werden. Voraussichtlich bis Ende Oktober soll die Zufahrt aus Richtung Schwefe, anschließend aus Klotingen kommend, gewährleistet sein. 

Dass es erst vor wenigen Wochen die gleichen Arbeiten in Klotingen gab, dort aber keine Vollsperrung nötig war, sorgt jetzt für Verwirrung. Grundsätzlich hätte Innogy für Einecke den Auftrag „offene Bauweise“, sagt Westphal. Das sei das aufgrund einer Kampfmittel-Untersuchung im Vorfeld jedoch nicht möglich. Mutmaßliche Weltkriegsbomben sind also schuld an der Straßensperrung. Das habe technische Hintergründe. Innogy fügt hinzu: „Es ist einfach zu wenig Platz. Die Straße in Klotingen war nicht so schmal.“ Außerdem würden die Arbeiten jetzt mitten auf der Straße erfolgen, statt wie in Klotingen nur am Fahrbahnrand. „Für Begegnungsverkehr ist das definitiv zu eng, wenn die Baufahrzeuge da stehen.“ 

In Meyerich wird der Verkehr derzeit mit einer Ampel geregelt, die Straße ist halbseitig gesperrt.

Im Zuge der Arbeiten sollen auch die Stromanschlüsse an mehreren Häusern in Einecke erneuert werden. Für die Anrainer sollen durch die Verlegung „formell“ keine Kosten entstehen. Die Verkabelung im Haus müsse allerdings selbst getragen werden. „Wenn die Straße schon einmal auf ist, ist das natürlich sinnvoll“, erklärt Westphal. In Klotingen hat dies nicht optimal geklappt, die Fahrbahn muss für die anstehenden Kanalarbeiten im Zuge der Umsetzung des Abwasserbeseitigungskonzeptes im nächsten Jahr erneut geöffnet werden. Innogy konnte wegen Fördermitteln allerdings nicht länger warten. 

Dass die Einecker erst so spät von ihrem „Glück“ erfuhren, sei ärgerlich. Innogy-Westnetz als Antragsteller beim Kreis habe nach eigener Aussage alle betroffenen Anwohner persönlich vorab aufgesucht und informiert. Weitere Details zur Maßnahme sollen in den nächsten Tagen ebenfalls vor Ort besprochen werden.

Sperrung in Meyerich

Die Umleitung von Schwefe nach Welver führt auch über Meyerich. Dort ist die Hauptstraße zurzeit halbseitig gesperrt – der Grund: ein Hausanschluss. Die privaten Bauherren haben die Gemeinde darüber informiert und beantragt, die Kreisstraße öffnen zu dürfen, um an die Erschließungsleitungen für Strom oder Wasser zu kommen. Seit Montag regelt deshalb eine Ampelanlage den Verkehr. Detlev Westphal kündigt an, dass die Teilsperrung voraussichtlich bis Montag, 21. Oktober, andauere.

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