Zu viele Kinder im Schulbus: Mutter holt die Polizei

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Ab nach Hause! An der Grundschule Welver blieb der Bus jetzt erst einmal stehen.

Welver- Die Polizei hat einen Schulbus aus dem Verkehr gezogen, der Kinder von der Grundschule in Welver auf die Dörfer nach Hause bringen sollte.

Weil der Taxibus zuvor mehr Kinder als zulässig an Bord gehabt und nicht für alle Steppkes die nötigen Sítzunterlagen dabei hatte, wandte sich eine Mutter an die Polizei und ließ den Bus stoppen. Betroffen waren zunächst elf Kinder, heißt es aus dem Umfeld der Schule. Die Eltern wurden telefonisch verständigt, um ihre Kinder abzuholen. 

Bevor alle den Heimweg antraten, gab es noch einen Ersatzbus, der die letzten Schüler nach Hause brachte. „Alle geben sich alle nur erdenkliche Mühe: Die Schule, die Schulverwaltung, der Regionalverkehr Ruhr-Lippe und die privaten Busunternehmen“, sagt der Unternehmer, der im Auftrag der Ruhr-Lippe die Tour bestreitet und nun die Anzeige erhielt. 

Doch trotz des großen Engagements aller seien die ersten zwei Wochen zum Schuljahresanfang stets turbulent. Schließlich fahren mit den (Linien-)Bussen nicht nur die angemeldeten Schüler, sondern auch andere Fahrgäste. Und immer wieder stimmten die Zahlen nicht, die den Unternehmen genannt werden: „Mal ist gar nicht der große Gelenkbus nötig, weil statt der 80 prognostizierten Schüler nur 50 an der Haltestelle stehen, mal reicht aber auch der kleinere Bus nicht, weil mehr Kinder mit wollen.“ 

Auch in diesem Fall seien bereits am Mittwoch dieser Woche Gespräche geführt worden. Bereits gestern sei „das Problem bereits aus der Welt geschafft worden“. Statt eines Taxi-Busses ist nun ein Sprinter auf der Tour eingesetzt, der allen Kindern einen Sitzplatz bietet, heißt es überstimmend aus der Schule und beim Busunternehmer. 

Der Busfahrer jedenfalls ist enttäuscht über das dicke Geschütz, das da aufgefahren wurde, und sieht sich in einem Dilemma: „Hätte ich ein oder zwei Schüler stehen gelassen, hätte ich Prügel bekommen. Nun habe ich die Anzeige, weil ich alle nach Hause gebracht habe.“ Seine Bitte für die Zukunft: „Ich würde mir etwas mehr Rückendeckung von den Eltern wünschen.“ Bislang habe noch jedes Schuljahr mit Anlaufschwierigkeiten begonnen, die jedesmal in wenigen Tagen gelöst worden seien.

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