Viel Schminke, wenig Schmerz

Inszenierter Horror beim Ferienspaß in Welver

+
Es sieht dramatisch aus, ist aber nur eine Erste-Hilfe-Übung.

Welver - Wer am Dienstagabend an der Bördehalle in Welver vorbeiging, dürfte sich im ersten Moment ziemlich erschrocken haben: Panik, Schreie und jede Menge Blut – doch es gab keinen Grund zur Sorge.

Mit einem simuliertem Horror-Szenario wurden die Teilnehmer des Erste-Hilfe-Lehrgangs beim Ferienspaß konfrontiert. Da Jugendliche anders lernen als Erwachsene, bestand der Abschluss des Kurses aus praktischen Übungen zur Anwendung des Erlernten. Die jungen Retter wurden dabei von vermeintlichen Notrufen aus der Mitte ihrer Theorie-Einheit gerissen, denn draußen wartete viel Action.

Und hier hatte Susanne Rohde vom Jugend-Rot-Kreuz aus Welver ganze Arbeit geleistet. „Realistische Notfalldarstellung“, heißt das im DRK – und es sah wirklich überaus realistisch aus. 


Das durch einen Sturz aufgeschürfte Knie der 16-jährigen Lena und die Verbrennung am Unterarm durch unsachgemäßen Umgang mit Feuerzeug und Haarspraydose von Tobias (18) sahen noch verhältnismäßig harmlos aus im Vergleich zu dem Unfallsturz mit dem Fahrrad des 16-jährigen André, der dadurch scheinbar einen offenen Handgelenksbruch erlitten hatte.

JRK und DRK bilden Ersthelfer aus

Ebenso spektakulär die 20-jährige Marla, die in eine Scherbe gefallen war und sich anschließend den Kopf an einem Bordstein aufgeschlagen hatte. Die anderen Kursteilnehmer mussten für sich das gesamte erlernte Wissen abfragen, um hier die richtigen Entscheidungen zu treffen. 


Das Absetzen eines Notrufs mit den korrekten Informationen für den Rettungsdienst war dabei noch die leichteste Aufgabe. Alois Schacke vom DRK Werl hatte einmal mehr das richtige Händchen für die 13 Jugendlichen – von 16 bis 28 Jahren reichte diesmal das Altersspektrum.

Ferienspaß Welver: Erste-Hilfe-Kurs für Jugendliche 

An zwei Abenden mit insgesamt acht Stunden wurde am durchaus auch unterhaltsamen Teil in der Bördehalle im Jugendraum gearbeitet, der Lohn der Mühe war der die Teilnahmebescheinigung für die Sofortmaßnahmen am Unfallort, die zum einen für den Erwerb des Führerschein, aber auch für diverse andere Ausbildungsabschnitte benötigt wird.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare