In der Jugendarbeit warten viele Aufgaben

Welver - Die Gemeindeverwaltung hat’s eilig bei der Wiederbesetzung der Sozialarbeiterstelle für den Jugendbereich. Bis zum 10. Juni können geeignete Bewerber ihre Unterlagen im Rathaus einreichen.

Erwartet werden ein abgeschlossenes Studium im Bereich Sozialarbeit/Sozialpädagogik und ein Führerschein. Möglichst schon nach den Sommerferien soll die neue Kraft ihren Dienst aufnehmen. Sie soll grundsätzlich als Schnittstelle zwischen Verwaltung und Jugendlichen dienen – neudeutsch also netzwerken. Dazu gehört „die Planung und Umsetzung präventiver und freizeitpädagogischer und sportorientierter Angebote“. 

Derzeit ruht die Jugendarbeit allein auf den Schultern von Ingrid Ries, die unter anderem den Ferienspaß organisiert und den Jugendtreff betreibt. Genau dort befindet sich auch der Arbeitsplatz des Nachfolgers von Martin Zemella, den es vor drei Jahren in den Norden zog. Die Räume auf der Empore der Bördehalle sollen als Beratungs- und Anlaufstelle dienen, gleichzeitig Verwaltungs- und Organisationsaufgaben ermöglichen. 

Die Wiederbesetzung der Stelle geht auf eine Initiative von Welver 21, SPD, FDP und Grünen zurück. Die Jugendarbeit sei eine wichtige Aufgabe, die auch in Zukunft gewährleistet werden solle, so die Ansicht der vier Fraktionen. Der entsprechende Ratsbeschluss erfolgte am 27. September 2017 einstimmig. Mit der Stellenausschreibung kommt Bürgermeister Uwe Schumacher diesem Auftrag – wie von ihm angekündigt – nach. Es wird Zeit: Seit dem Weggang Zemellas vor drei Jahren ist die Position des zweiten Sozialpädagogen unbesetzt. Der von Zemella betreute mobile Jugendtreff Clou ist seit 2015 komplett geschlossen. Und die Zukunft des stationären Jugendtreffs ist ebenfalls ungewiss. Sollte es nach Ablauf des Pachtvertrages mit den Horrido-Schützen tatsächlich zum Abriss der Bördehalle kommen, stände die Gemeinde komplett ohne Aufenthaltsmöglichkeiten für Jugendliche da. 

Auf dem Aufgabenzettel der Verwaltung steht außerdem noch ein allgemeines Konzept für die Jugendarbeit in Welver, insbesondere für die Ortsteile, in denen seit 2015 die gemeindliche Jugendarbeit vollkommen brach liegt. Daran könnte ja dann ab Herbst ein frischer, engagierter Verwaltungsmitarbeiter mitwirken. Der Job ist als Vollzeitstelle mit 39 Wochenstunden ausgeschrieben. Nicht zu viel angesichts der anstehenden Aufgaben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare