Brückenbau kommt nicht in Fahrt

Borgeln - Der Bau der neuen Eisenbahnbrücke in Borgeln kommt einfach nicht in Fahrt. Weitere Verspätungen im Zeitplan schließt der Kreis Soest mittlerweile nicht mehr aus.

Während man in der zuständigen Abteilung Straßenwesen praktisch auf gepackten Koffern sitzt, lässt sich die Bahn AG Zeit. Anfang Januar hatte Kreis-Abteilungsleiter Thomas Schäckel die Bahn AG zuletzt angeschrieben und um Auskunft über das weitere Verfahren gebeten. Die Antwort kam erst vor einer Woche – mit wenig verbindlichem Inhalt. „Unglaublich“ findet Schäckel deshalb mittlerweile das Gebaren des Unternehmens. Das beruft sich vor allem auf komplizierte Planungen zur Leitungs- und Sicherheitstechnik auf einer Länge von insgesamt zwei Kilometern. 

Schäckel und seine Mitarbeiter sind dadurch zur Untätigkeit verdammt. „Wir können die Arbeiten erst ausschreiben, wenn die Bahn ihre Aufgaben erledigt hat“, erläutert er. Doppelt ärgerlich: Neue, ziemlich strenge Vorgaben zur Bauüberwachung treiben die Kosten in die Höhe. Aus den ursprünglich kalkulierten 1,5 Mio. Euro sind mittlerweile knapp 1,8 Mio. Euro geworden. „Und die Zwei-Millionen-Grenze reißen wir auch noch“, gibt sich Schäckel keinen Illusionen hin. 

Ein klein wenig Hoffnung, das gesteckte Ziel, die sechsmonatigen Bauarbeiten im kommenden Sommer über die Bühne gehen zu lassen, hat er zwar noch, „die Erfahrung der letzten Jahre lehren aber eigentlich etwas anderes.“ 2020 wäre demnach durchaus realistisch. Seit über zehn Jahren ziehen sich die Vorbereitungen für den Neubau an der Kreisstraße 7 im Bereich des Bahnhofes mittlerweile hin. Immer wieder fehlten entscheidende Vorarbeiten der Bahn. Wenn das Projekt tatsächlich irgendwann startet, sollen die Fußgänger auch während der Bauphase eine Querungsmöglichkeit bekommen. So wären weiterhin beide Bahnsteige erreichbar. Der Autoverkehr soll während der Bauarbeiten weiträumig über Schwefe umgeleitet werden. 

Neben der mangelnden Belastbarkeit wurden beim alten Bauwerk immer wieder auch die schlechte Beleuchtung und der schmale Gehweg thematisiert. Der Neubau wird rund zehn Meter westlich der jetzigen, rund 100 Jahre alten Brücke positioniert. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.