Vellinghausen-Eilmsen trauert um Karl-Heinz Kühne

VELLINGHAUSEN-EILMSEN - Ohne ihn wären vermutlich wichtige historische Ereignisse im Doppeldorf in Vergessenheit geraten: Karl-Heinz Kühne sorgte Jahrzehnte lang dafür, dass die Geschichte lebendig bleibt. In dieser Woche starb er im Alter von 76 Jahren.

Mit riesigem Engagement ging Karl-Heinz Kühne seine Aufgaben an, überwand Hindernisse mit großer Überzeugungskraft. So trieb das Gründungsmitglied des Heimatvereins mit Geschick und Einsatz in den 1990er Jahren die Umwandlung des ehemaligen Feuerwehr-Gerätehauses zum Heimathaus voran. Dort sind noch heute zeitgeschichtliche Dokumente zu sehen, die Karl-Heinz Kühne zusammentrug.

Eine Herzensangelegenheit war ihm stets auch das Andenken an die Schlacht von Vellinghausen. Zum 250. Jahrestag im September 2011 bündelte der ehemalige Lehrer noch einmal alle Kräfte und stellte eine mehrtägige Gedenkveranstaltung auf die Beine. Zudem brachte er mit anderen Heimtfreunden eine 102-seitige Gedenkschrift heraus. „Wenn ich manchmal bis in die Nacht gelesen und geschrieben habe, war es fast so, als hätten die Leute neben mir gestanden“, sagte Karl-Heinz Kühne damals. Typisch für ihn: Was er machte, tat er mit Leib und Seele.

Dabei blieb der Ehrenvorsitzende zwar der Heimat verbunden, vergaß aber nie den Blick über den Tellerrand hinaus. Eine gerechtere Gesellschaft und die Bewahrung des Friedens und waren ihm besonders wichtig. Er hat in dieser Woche seinen Frieden gefunden. - rad

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