Verwaltung auf Herz und Nieren geprüft

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Das Rathaus ist Welver wurde zwei Jahre lang von Experten begutachtet.

Welver – Zwei Jahre lang haben die Experten von Pricewaterhouse Coopers (PwC) das Rathaus auf der Suche nach Optimierungsmöglichkeiten durchforstet. Jetzt ist die Arbeit abgeschlossen.

Beigeordneter Camillo Garzen zieht ein positives Fazit. „Die Zusammenarbeit war super. Alle Mitarbeiter haben toll mitgezogen.“ Und das Ergebnis der Unternehmensberatung kann sich seiner Ansicht nach ebenfalls sehen lassen. „Es gibt immer Verbesserungspotenzial, aber im Großen und Ganzen stimmen bei uns Strukturen und Abläufe“, so Garzen. Akuten Handlungsbedarf gebe es nicht. 

Für Garzen keine Überraschung, denn in den letzten beiden Jahren habe man bereits Abläufe optimiert und die Verwaltung insgesamt verschlankt. Als Beispiel nennt er auf der personellen Ebene die Installation von Sachgebietsleitern in der Verwaltungshierarchie. 

Wie in anderen Gemeinden bereits geschehen, werde Welver demnächst auch ein Ratsinformationssystem einführen. dadurch erhalten Bürger und Ratsmitglieder digitale Informationen zur Ratsarbeit. Vorreiter ist Welver bereits bei der Umsetzung des papierlosen Büros. Seit einem Jahr können in der Verwaltung Rechnungen elektronisch entgegengenommen sowie abgearbeitet werden. „Dadurch haben wir den Arbeitsaufwand in diesem Bereich halbiert“, rechnet Garzen vor. Unterstützt wurde die Kommune dabei von IT-Dienstleister Südwestfalen-IT (SIT). 

Den Kontakt mit PwC will die Gemeinde weiterhin halten. „Wir wären blöd, wenn wir dieses Know-How nicht nutzen würden“, sagt Garzen. Es habe sich gezeigt, dass der Blick von externen Beratern sehr wertvoll sei. Den uneingeschränkten Blick der Bürger auf die Untersuchungsergebnisse scheut die Gemeinde noch. Über das Resultat der PwC-Untersuchung wurde der Rat zwar bereits in nicht öffentlicher Sitzung informiert, ob es aber auch eine öffentliche Information dazu geben soll, müsse noch abgeklärt werden. Im Mai 2017 hat das Engagement von PwC begonnen. Die Ansage der Kommunalaufsicht in Richtung Rathaus lautete damals: Nicht nur an der Ertragsschraube drehen, auch mal die Aufwandsschraube bewegen. Sprich: Effektiver arbeiten statt Gebühren zu erhöhen. 

Nach der Einarbeitung in die wichtigsten Unterlagen wurden die Mitarbeiter der einzelnen Ämter im Rahmen einer „aufgabenkritischen Analyse“ interviewt, mögliche Schwachstellen aufgedeckt. Erklärtes Ziel des Projektes, das von der Gemeindeprüfungsanstalt finanziert wurde, war es, die in Welver umgesetzten Maßnahmen beispielhaft für andere Kommunen in ähnlicher Situation kopierbar zu machen. Vorbild Welver – auch das gibt’s. An der Öffentlichkeitsarbeit darf noch ein bisschen optimiert werden.

Das ist PwC: Das Unternehmen Pricewaterhouse Coopers (PwC) ist eine GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main. Es beschäftigt 11 145 Mitarbeiter (Juni 2018); der Jahresumsatz betrug im Geschäftsjahr 2017/2018 2,2 Milliarden Euro. Kerndienstleistungen sind die Wirtschaftsprüfung und prüfungsnahe Dienstleistungen, die Steuerberatung sowie die klassische Unternehmens- beziehungsweise Managementberatung. (Quelle: Wikipedia)

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