Sturm zieht Schneise der Verwüstung

Windhose wirbelt Illingen durcheinander

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Alfred Hagedorn von der Illinger Straße 34 wurde vom Sturm aufgeschreckt. Als sich der Wind abgeschwächt hatte, schaute er auf das Chaos in seinem Garten. Sein kleines Gartenhaus war abgehoben und geschreddert worden. Nur noch die Bruchstücke lagen im Garten. Seine Brieftauben blickten völlig verstört durch das offene Dach ihres Schlages.

Illingen - Sturmtief Mirja hat im Welveraner Ortsteil Illingen eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Jetzt beginnen für die Bewohner die Aufräumarbeiten.

Die Brieftaube saß noch Stunden später mit nassem Gefieder und wie betäubt mitten auf einer Weide. Beim Näherkommen flog sie wie betrunken davon, landete unsanft auf dem nächsten Baum.

Sie war offensichtlich in den Wirbelsturm geraten, der Freitagmorgen gegen sechs Uhr von West nach Ost über Illingen hinwegtobteund dabei Bäume umknickte wie Strohhalme, Dächer abdeckte und Dachflächen abhob und in der Umgebung verteilte. Sogar ein ganzes Gartenhaus wurde dem Erdboden gleich gemacht.

Viele Bürger in Illingen schraken beim Nahen des Tornados aus aus dem Schlaf hoch. „Es war ein Schock“, sagt eine Anwohnerin. „Ich dachte, mir fliegt das Dach weg!“. Sie hatte Glück.

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Nur ein paar Dachpfannen wurden abgehoben und ein alter von Misteln durchwachsener Apfelbaum zerbarst unter der Wucht des Sturms.

Alfred Hagedorn von der Illinger Straße 34 wurde ebenfalls vom Sturm aufgeschreckt. Es gelang ihm kaum, sein Schlafzimmer-Fenster zu schließen, als der Wirbel durchs Dorf fegte.

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Was draußen passierte, konnte er kaum erkennen, nur dass alles durcheinander flog. Als sich der Wind abgeschwächt hatte, schaute er auf das Chaos in seinem Garten. Sein kleines Gartenhaus war abgehoben und geschreddert worden.

Nur noch die Bruchstücke lagen im Garten. Seine Brieftauben blickten völlig verstört durch das offene Dach ihres Schlages. Ähnlich erschrocken waren Irmgard und Bernhard Vollmer.

Alu-Platten wirbeln durch die Luft

Bei ihnen hatte der Orkan die Alu-Platten vom Pferdestall abgehoben. Teile krachten unter dem Giebel in die Schiefer-Verkleidung. Eine Platte flog hundert Meter weiter nach Osten auf ein Feld, eine andere aufs Auto.

Überall im Dorf hinterließ der Tornado Verwüstung. Ganze Bäume wurden abgeknickt, Bänke und Blumentöpfe umgeworfen. Auf einem Stapel Pflastersteine wurde ein gutes Dutzend herausgehoben und verstreut.

Großer Schaden im Wald

Ganz übel erwischte es den Illinger Wald. Der Wirbelsturm furchte mitten hindurch, brach dutzende Bäume einfach ab. Das Waldstück wurde dabei weitgehend zerstört. Ehe dort der Bruch beseitigt ist, ist ein Betreten sicher lebensgefährlich.

Die Illinger verloren indes nicht ihren Humor und gingen lächelnd ans Aufräumen. „Ich muss wohl einen großen Container bestellen“, blickt Alfred Hagedorn auf den Haufen Gerümpel, der von seinem Gartenhaus übrig geblieben ist.

„Zum Glück gibt es ja Versicherungen.“, weiß er, dass wohl zumindest finanziell kein Problem auf ihn zukommt. Und zum Glück gibt es natürlich die Feuerwehr und den Bauhof der Gemeinde, die den Bürgern halfen, die größten Schäden erst einmal mit Kettensäge und händischer Aufräumarbeit zu beseitigen.

Feuerwehr im Großeinsatz

Die Feuerwehr war mit den Zügen eins und drei zwischen 6 und etwa 10 Uhr im Gemeindegebiet im Einsatz, der zweite Zug übernahm währenddessen den Grundschutz.

Schäden gab es vor allem auch im Welveraner Zentrum, wo Bäume umknickten und vereinzelt Dachziegel herab stürzten. Der Markt konnte dann aber schon wieder wie gewohnt über die Bühne gehen.

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