Was jeder tun kann

Nach Unwetter im Jahr 2014: Wege zur Vorsorge bei Starkregen in Welver

+
Dr. Stefani Konstanti sprach bei der Starkregen-Info-Veranstaltung im Welveraner Rathaus als erste Referentin über die Möglichkeiten, auf kommunaler Ebene Vorsorge zu treffen.

Welver - Die Erfahrungen mit dem Unwetter im Juli 2014 haben sich bei vielen Welveranern festgesetzt. Damit jeder einzelne, aber auch die Gemeinde nicht ein weiteres Mal völlig unvorbereitet mit Starkregen konfrontiert wird, hatte Welver 21 am Dienstag Experten, die sich mit den unterschiedlichen Facetten rund ums Thema befassen, ins Rathaus eingeladen. Der Zuspruch war ermutigend.

„Wir werden weiter an solchen Veranstaltungen arbeiten“, resümiert Welver 21-Fraktionsvorsitzender Kay Philipper ob der lobenden Worte vieler Besucher. Schon um 14 Uhr standen Planer, Handwerker und Dienstleister bereit, um ihre Spezialgebiete darzustellen, Wissen und Erfahrungen weiter zu geben. Um 17 Uhr startete das Vortragsprogramm. Jeweils eine Viertelstunde Infos und eine Viertelstunde Fragezeit und Diskussion hatte Welver 21 den Referenten und ihren Zuhörern eingeräumt. Um 19 Uhr sollte der Informations-Marathon beendet sein. Es wurde 20 Uhr. 

Was jeder tun kann

Die erste Referentin, Dr. Stefani Konstanti, fasste ansprechend knapp zusammen, was jeder einzelne tun kann, um die Folgen von Starkregen klein zu halten. Dann ließ das Publikum die Grüne aus dem Gemeinderat von Ense nicht ohne Diskussion Platz machen für den nächsten Vortragenden. Das NRW-Umweltministerium habe erst kürzlich deutlich gemacht, dass sich das Land nicht für die Vorbeugung vor und die Folgen von Starkregen zuständig fühle. „Die Kommunen müssen vorbeugen“, ist für Konstanti die Schlussfolgerung. „Und jeder einzelne kann dafür sorgen, dass zunächst im Haus und vor dem Haus die Kanäle frei sind.“ 

Flächen als Wasserspeicher

Sie selbst schaffe in ihrem Garten Flächen, auf denen Regen gut versickern könne. Denn abgesehen von jeder versiegelten Fläche, von der Regen bislang mit größter Selbstverständlichkeit in die Kanalisation abgeleitet werde, könnten auch Grünflächen Wasser von oben sehr unterschiedlich aufnehmen. Beschattete Flächen, Wiesen und Beete, die gemulcht sind, seien deutlich größere Wasserspeicher als Monokulturen, Rasen und blanker Boden. 

Rasantes Ablauftempo in Steingärten 

Die Steingärten, die jetzt so in Mode sind, sorgten dafür, dass ablaufendes Wasser ein rasantes Tempo aufnehme, schilderte Konstanti. Die Folien, die unter den Steinen liegen, verhindern, dass Waser in den Boden dringt. Und jedes Oberflächenwasser, das über die Kanalisation aufgenommen werden muss, verschärft die Situation in den Rohren. Dann wären da noch Verstopfungen durch fehlerhafte Nutzung im Privaten: Fett aus der Fritteuse gehört genauso wenig in die Toilette, wie Hygieneartikel aus Kunststoff.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare