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Sorgen um den Fortbestand des Wochenmarktes

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Von: Dirk Wilms

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Zuletzt waren es immerhin sieben Stände auf dem Wochenmarkt in Welver.
Zuletzt waren es immerhin sechs Stände auf dem Wochenmarkt in Welver. © Dirk Wilms

Die Wochenmarkt in Welver ist ein Sorgenkind der Verantwortlichen im Rathaus, in der Politik und bei den wenigen verbliebenen Beschickern. Anfang November waren es ganze drei Stände, an denen Waren feilgeboten wurden, nachdem zuletzt auch ein Geflügel-Anbieter und ein Bäcker die Segel gestrichen hatten. „Der Wochenmarkt steht auf tönernen Füßen“, mahnte Kay Phillipper von Welver 21 in der jüngsten Sitzung des Entwicklungsausschusses an, als es um die Festsetzung der Standgebühren ging.

Welver - Auf 3,49 Euro pro angefangenen Frontmeter soll die Gebühr angehoben werden von bislang 3,22 Euro. Stromkosten sind dabei für die Gemeinde die Preistreiber. Letztlich gab es zwar Einstimmigkeit beim Beschluss, die Erhöhung dem Hauptausschuss und letztlich dem Rat zu empfehlen. Doch hatte Peter Holuscha von der BG angeregt, vielleicht ganz auf die Gebühren zu verzichten.

Davon habe der Kreis abgeraten, erwiderte Sebastian Porsche, Kämmerer der Gemeinde. „Uns wurde empfohlen, den Markt nicht kostenlos durchzuführen, weil sonst fliegende Händler kommen würden, die möglicherweise die angestammten Händler vertreiben würden“, gab er den Kommentar seitens der Kreisverwaltung an die Politiker im Ausschuss weiter. Kay Phillipper ergänzte, dass auch auf dem von seiner Fraktion von Welver 21 organisierten Abendmarkt Gebühren erhoben würden.

Wirtschaftsförderin Alicia Sommer erläuterte, dass die Gemeinde im steten Austausch mit den Beschickern stehe. Dabei gehe es neben der Einführung saisonaler Angebote auch um die Verlegung auf einen anderen Tag. „Der Freitagvormittag ist schon ungünstig“, pflichtete Bürgermeister Camillo Garzen. Es gehe nicht ohne Gebühren, sondern darum, wie mehr Leute auf den Markt gelockt werden könnten. „Die Uhrzeit macht viel aus“, beteuerte er, dass die Verwaltung ihre Hausaufgaben mache, um dem Markt neues Leben einzuhauchen.

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