Solarfelder rings um Welver

Mit dem neuen Gemeinderat soll es einen neuen Anlauf geben

Solarfeld Brandenburg
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Fast überall, aber nicht in Welver: Solarfeld.

Welver-Klotingen – Drei Anträge auf den Bau von Photovoltaik-Anlagen in Welver haben Investoren im vorigen Jahr gestellt. Zwei davon im Bereich von Borgeln und an der Hohen Brücke nahe der Einecker Vöhde wurden inzwischen abgelehnt. Das Vorhaben von Jutta Mir Haschemi-Röben und Ernst-Dieter Röben aus Hamm, die eine einen Hektar große Solaranlage auf einem Acker südlich des Erlei direkt südlich an der Eisenbahntrasse errichten wollen, wurde hingegen befürwortet.

Es soll nach der Konstituierung des Rates und der Ausschüsse weiter beraten werden. Die Röbens warten auf die Zustimmung der Politiker.

Jutta Mir Haschemi-Röben argumentiert: „Wer den Wunsch nach sauberer Energie jetzt nicht verspürt, verdrängt den Ernst der Lage.“ Weniger CO2-Ausstoß und damit gebremster Temperaturanstieg seien das Gebot der Stunde. Es sei eine gute Nachricht, dass die Landwirte in Welver neben ihren Äckern handeln und die nachhaltige landwirtschaftliche Nutzung mit Blütenstreifen unterstützten. Damit würde zwar Ackerfläche der Nutzung entzogen, im Gegenzug habe es doch für die übrige, genutzte Ackerflächen einen positiven Effekt.

Und Röben ergänzt: „Die Fläche unseres Solarparks macht ja nur 0,03 Prozent der rund 5500 Hektar Ackerland in Welver aus. Der Acker kann nach der Solarnutzung wieder ohne Einschränkungen für die Landwirtschaft genutzt werden. Die Anlage weist bereits nach zwei Jahren Stromgewinnung eine positive ökologische Bilanz auf.“

Nach Vorgaben der Unteren Naturschutzbehörde in Soest muss die betroffene Fläche mit vorgeschriebenen Gräsern bepflanzt werden, die die Aufgabe eines blühenden Bandes ergänzend erfüllen. Zusätzlich werde auf dieser Fläche umweltfreundlicher Strom erzeugt.

Besonderer Vorteil der Flächen-Solaranlage sei laut der Investoren zudem ihre Rückführbarkeit, das heißt, dass die Fläche jederzeit ohne Rückstände wieder in den jetzigen Zustand zurückversetzt werden könnte.

Zum Verfahrensstand teilt Bürgermeister Camillo Garzen mit, dass die Investoren im Zusammenhang mit der Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Welver zur Entwicklung eines „Sondergebietes für Photovoltaikanlagen“ im Bereich des Ortsteiles Klotingen – Im Erlei – bereits im Frühjahr 2020 einen Vorentwurf mit entsprechenden Unterlagen vorgelegt haben. Eine Abstimmung und weitere Beratung in den gemeindlichen Gremien konnte laut Garzen zu diesem Zeitpunkt coronabedingt und aufgrund der Sitzungspause des Fachausschusses im Vorfeld der Kommunalwahlen nicht mehr stattfinden.

Camillo Garzen ergänzt: „In der ersten Sitzung des neuen Ausschusses für Gemeindeentwicklung könnte die Planung vorgestellt werden, um dann nachfolgend die weiteren Schritte im Zuge des Verfahrens zur 39. Änderung des Flächennutzungsplanes zu beschließen. Bei einer Billigung der Planung durch den Ausschuss würde dann die Beteiligung der Öffentlichkeit, der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange als nächster Verfahrensschritt erfolgen.“

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