Bürokratie hemmt Suche nach neuen Feuerwehr-Standorten

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Die Feuerwehr braucht neue Standorte.

Welver - Wer hätte das gedacht? Ausgerechnet Grundstücksfragen stoppen die Feuerwehr auf dem Weg zu einer modernen, schlagkräftigen Truppe.

Während für den Neubau des Gerätehauses in Schwefe nach Abschluss der Kaufverhandlungen wohl schon bald die Flächennutzungsplanänderung in Angriff genommen werden kann, müssen für andere Neubauten – beispielsweise Scheidingen – erst Überlegungen zum Standort und dann Verhandlungen mit den Eigentümern aufgenommen werden. Das dauert. Fachbereichsleiter Detlev Westphal geht davon aus, dass für jeden einzelnen Fall bis zu zwei Jahre einkalkuliert werden müssen, ehe die erforderliche Flächennutzungsplanänderung durch ist. Zu lang, da waren sich  die Mitglieder des Feuerwehrausschusses einig.

 „Das muss schneller gehen“, forderte André Buschulte (CDU) energisch. Auch Tim-Fabian Römer zeigte sich ungeduldig: „Wir müssen Nägel mit Köpfen machen, gern auch auf dem kleinen Dienstweg.“ Das würde auch Gemeindebrandmeister Dirk Steinweg begrüßen. Schließlich habe zum Beispiel die übergeordnete Behörde Kreis Soest ein hohes Interesse an der Einsatzfähigkeit der Feuerwehr. Einig war man sich auch darin, dass der Gerätehaus-Neubau in Schwefe zunächst mit aller Macht vorangetrieben werden müsse. Gleichzeitig soll die Verwaltung ihre Fühler nach passenden Grundstücken für die neuen Gerätehäuser in Scheidingen, Berwicke und Klotingen ausstrecken, um nicht noch mehr Zeit zu verlieren. 

Einen möglichen Neubau in Welver sieht der Ausschuss dagegen skeptisch. Der würde je nach Anforderungsprofil nach groben Schätzungen Steinwegs 3,5 bis 4 Mio. Euro kosten. Das wäre für die klamme Kommune Welver finanziell kaum zu stemmen und den Kameraden an den kleinen Standorten, die derzeit in Garagen hausen, nicht zu vermitteln.

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