Raiffeisengelände in Welver: Investor zieht sich zurück

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Das 5000 Quadratmeter große Raiffeisen-Gelände hat einen neuen Besitzer, die MD Projekt GmbH.

Welver - Wirtschaftsförderer Detlev Westphal bestätigte jetzt Anzeiger-Informationen, nach denen sich der Projektentwickler und Investor „List Retail Development“ (LRD), der den Penny-Markt auf das Raiffeisen-Gelände umsiedeln wollte, aus dem Projekt zurückgezogen hat.

Auch weitere Quellen berichteten, dass LRD sich zurückgezogen hat und dass bereits ein neuer Investor die Immobilie erworben haben soll. Detlev Westphal bestätigte auch, dass es sich dabei um die schon bei anderen Projekten in Welver agierende MD-Projekt GmbH aus Erwitte mit Geschäftsführer Michael Stadler handeln soll.

5000 Quadratmeter Grundstück

Bei der Immobilie geht es um den bekannten und unübersehbaren Stahl-Kornspeicher mit dem 5 000 Quadratmeter großen Grundstück samt Parkflächen. Auf der Fläche sollte ursprünglich ein Penny-Markt samt Backshop in einer Größenordnung von 920 Quadratmetern entstehen. 

Dazu waren weitere kleinteilige Einzelhandelseinheiten mit insgesamt bis zu 350 Quadratmetern geplant. Im Zuge der Projektentwicklung stellte sich das Vorhaben in Welver allerdings als nicht realisierbar heraus, weil die politischen Mehrheiten dafür nicht zustande kamen. 

Inzwischen gibt es stattdessen das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) für den Zentrumsbereich von Welver, in dem mehr Verkehrsberuhigung durch eine Einbahnstraße und weitere Maßnahmen vorgesehen sind. 

Antrag zieht Konsequenzen aus ISEK

Als Konsequenz aus dem ISEK und zur „Realisierung des Wunsches der Bürgerschaft nach altengerechtem und betreutem Wohnen in Zentraumsnähe“ haben die Fraktionen von SPD, Grünen, FDP und Welver 21 unterdessen bei Bürgermeister Schumacher beantragt, darüber zu beraten und zu beschließen, ob das Raiffeisen-Gelände und der gemeindeeigene Parkplatz nebenan aus dem so genannten Hauptnahversorgungsbereich herausgenommen werden sollen. 

Zudem soll Bürgermeister Uwe Schumacher dafür Sorge tragen, dass der Bahnhof Fahrstühle bekommt und so dessen Barrierefreiheit gesichert wird. Die Firma MD Projekt und die Raiffeisen Geschäftsführung in Werl waren gestern zu Stellungnahmen zu dem Verkauf und ihrer Zukunftsplanung nicht zu erreichen.

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