Ringen um Alternative

Viele Ideen, aber keine guten Karten hat derzeit die Schwefer Bürgerinitiative mit (von links) Michael Lamprecht, Marlies Bruns, Manfred und Lilo Heinatz.

SCHWEFE ▪ Nur noch wenig Aussicht auf Erfolg sieht die Bürgerinitiative Schwefe derzeit in Sachen Funkmast-Standort für Schwefe.

Bekanntlich setzt sich die Initiative um Michael Lamprecht, Marlies Bruns, Manfred und Lilo Heinatz nun schon seit Wochen für einen Alternativstandort für die geplante Mobilfunkanlage auf dem Flurstück 348 westlich von Schwefe ein. Bei einem etwa dreistündigen Gespräch im Rathaus mit Bürgermeister Ingo Teimann, Bauamtsleiter Markus Hückelheim und dem verantwortlichen T-Mobile-Planer Frank Weinbrenner zerschlugen sich nun alle Hoffnungen.

„Im Kern überwog das Kostenargument“, fasst Heinatz das Gespräch aus Sicht der Bürgerinitiative zusammen. Der von der Initiative vorgeschlagene Bau einer Sendeanlage im Bereich der Windkraft-Konzentrationsfläche zwischen Schwefe und Merklingsen sei aus technischen und organisatorischen Gründen von Weinbrenner immer wieder abgelehnt worden. Die Einhaltung von Abstandsflächen sowie Probleme bei der Stromversorgung seien für die T-Mobile triftige Gründe gewesen.

„Und das, obwohl T-Mobile die Pilot-Funkanlage ursprünglich noch im Bereich der Windkraft-Konzentrationsfläche errichten wollte“, erklärt Heinatz. Die Pläne seien nur nicht weiterverfolgt worden, weil die Pilotanlage damals noch ein kleines Windrad zur autarken Stromversorgung vorsah, was auf der Konzentrationsfläche zu Problemen geführt hätte.

Auch Bauamtsleiter Markus Hückelheim bestätigt im Kern dieses Verhandlungsergebnis. „Zwar will die T-Mobile die vorgelegten Alternativen noch einmal Prüfen. Jedoch ist wohl nicht mit einem positiven Ergebnis zu rechnen“, erklärte Hückelheim.

Damit bleiben der Bürgerinitiative kaum noch Wege, doch noch ein Umlenken bei der T-Mobile zu erwirken. „Wir wollen jetzt noch einmal mit der Kreisverwaltung als der entscheidenden Genehmigungsbehörde Kontakt aufnehmen, um auch hier noch einmal unsere Vorschläge zu unterbreiten“, kündigt Heinatz an. Tatsächlich verfüge die T-Mobile nicht über einen Plan B, „der Dienstleister ist sogar bereit, eine Rechtsmittelprüfung zu veranlassen, falls der Kreis die Genehmigung einer Mobilfunkanlage auf dem Flurstück 348 verweigert“.

Jetzt hofft die Initiative nur noch auf „die Logik der Vernunft, um eine völlig unnötige Verspargelung jetzt auch noch dieses Bereichs bei Schwefe zu vermeiden“, erklärt Heinatz. „Wir sind uns darüber im Klaren, dass es aktuell nur noch um den guten Willen der Kreisverwaltung, der Gemeinde und der Welveraner Politiker gehen kann.“ Immerhin habe letztere noch die Option, das gemeindliche Einvernehmen für den Bau der Anlage auf dem Flurstück 348 zu verweigern.

„Wir glauben, dass unsere Vorschläge richtig und möglich sind“, erklärt Heinatz. Sogar die Windkraftbetreiber und Grundeigentümer vor Ort hätten schon ihr Einverständnis gegeben. „Offensichtlich will die T-Mobile einfach nur ein paar Euro sparen“, bewertet Heinatz die Situation.

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