CDU und BG präsentieren nächste Woche ihren Bürgermeister-Kandidaten für Welver

Karl Heinz Ricken

Welver – Das Kandidaten-Karussell für die Bürgermeisterwahl im September ist diese Woche mächtig in Schwung gekommen. Jetzt ist auch der Name des gemeinsamen CDU-/BG-Favoriten im Umlauf: Es ist Karl Heinz Ricken, Kämmerer in Bad Sassendorf.

Zuvor hat bereits in dieser Woche Rathaus-Kämmerer Camillo Garzen, Kandidat von SPD, Grünen und FDP, bekräftigt, sich nun voll auf Welver konzentrieren und kein weiteres Mal anderswo kandidieren zu wollen. Amtsinhaber Uwe Schumacher hat angekündigt, im Februar die Karten auf den Tisch legen zu wollen. 

Kommenden Freitag, so sagen CDU-Chef Matthias Droste und BG-Fraktionschef Tim Fabian Römer, laden sie zur Präsentation ihres gemeinsamen Kandidaten Ricken ein. Doch vorab wollen sie „weder bestätigen noch dementieren“, dass sie Ricken auserkoren haben. „Mag sein“, sagt Droste, wenn man ihn auf die Kandidatur Rickens anspricht, „wir haben uns vorgenommen, bis Freitag keine weitere Kommunikation zu betreiben.“ 

Ricken selber hält sich ebenfalls bedeckt, erklärt aber gegenüber dem Anzeiger, am Freitag Rede und Antwort stehen zu wollen. Dafür gebe es „klare Absprachen, an die ich mich halten werde“. 

Ricken, Anfang 60 und im Kurort Stellvertreter des Bürgermeisters, wäre damit so eine Art Handlungsreisender in Sachen Bürgermeister-Kandidatur. Bereits 2014 trat er in Warstein an, um im Sauerland Bürgermeister zu werden – damals übrigens als Kandidat der SPD. Er unterlag im ersten Wahlgang Dr. Thomas Schöne, der seither Chef im Warsteiner Rathaus ist. 

Fragt man die Beobachter in Warstein, wie sich der parteilose Ricken damals geschlagen hat, hört man Attribute wie diese: gut, ruhig, seriös, tatkräftig. Allenfalls ein bisschen mehr Charisma habe man vermisst, schließlich müsse so ein Bürgermeister auch draußen beim Volk ankommen, repräsentieren und überzeugen.

Bis diese Woche war in Welver heftig spekuliert worden, ob womöglich BG-Fraktionschef Tim-Fabian Römer als Bürgermeister-Kandidat antritt. Für manches Ratsmitglied in Welver galt sogar seine Bewerbung als „ausgemachte Sache“. Doch im Gespräch mit der Anzeiger-Redaktion hat der 25-Jährige jetzt klar zu Protokoll gegeben: „Ich werde nicht in Welver als Bürgermeister-Kandidat antreten.“ 

Zutrauen würde er sich das durchaus. Römer hat Verwaltungswissenschaften studiert und arbeitet heute nach einer ersten Station im Hammer Rathaus bei der Gemeinde in Bad Sassendorf. Er will demnächst noch ein Masterstudium beginnen und sich auf jeden Fall wieder um den Fraktionsvorsitz bei der BG bewerben. Deshalb komme die Kandidatur für den Chefposten im Welveraner Rathaus „zu früh“. Römer: „Wenn ich das mache, will ich es richtig machen; dann darf es kein Wischi-Waschi geben.“

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