Gesellschaft für Entwicklung auf dem Weg

Welver - Ausbau von Gewerbeflächen, Konzept für den Zentralort, Umgang mit Bauland – drei von vielen Themenkomplexen, die Welver in Zukunft zu bewältigen hat.

Nach Ansicht der Fraktionen von SPD, Welver 21, Grünen und FDP gehören die Fragen zur Entwicklung Welvers in die Hände einer eigenen Gesellschaft. Den Grundsatzbeschluss zur Gründung soll der Planungsausschuss in einer Sondersitzung am Mittwoch, 20. September, fassen. 

Eine neu gegründete Arbeitsgruppe „Gemeindeentwicklung“ hat dazu im Vorfeld bereits getagt. Mehrheitlich wurde von den Teilnehmern – darunter Vertreter der Verwaltung und aller Ratsfraktionen – die Gründung als positiv gewertet. Schon lange vor der Sommerpause war die Idee zur Entwicklungsgesellschaft entstanden. 

Es bestünden nicht nur Defizite bei der Formulierung der Entwicklungsziele, sondern auch die organisatorischen Mittel zu deren Erreichung sei nicht eindeutig geklärt, möglicherweise auch unzureichend, so die Ansicht der antragstellenden Fraktionen. Die Schaffung einer GmbH biete die Möglichkeit, andere Finanzierungsquellen, aber auch öffentliche Förderung zur Schaffung und Verbesserung der Infrastruktur in der Gemeinde in Anspruch zu nehmen. 

Wie gut das klappen kann, zeigt ein Blick auf die mit 13.000 Einwohnern Welver größenmäßig sehr ähnliche Gemeinde Bedburg-Hau nahe Kleve. Ebenfalls eine kleine Flächenkommune, die mit viel Grün und kleinen Dörfern bei immer mehr Interessenten punkten will. In den nächsten Jahren sollen dort unter der Federführung der eigenen Entwicklungsgesellschaft mehrere Dutzend von insgesamt mehr als 150 geplanten Wohneinheiten entstehen. 

Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur der Zentralort, auch die kleineren Siedlungen sollen profitieren. Das das klingt ebenfalls sehr nach hiesigen Verhältnissen. Die Bedburg-Hau Entwicklungsgesellschaft mbH kümmert sich grundsätzlich um die Entwicklung und den Vertrieb von Grundstücken, insbesondere für Zwecke des Wohnungsbaues in der Gemeinde. 

Daneben ist sie für den Ankauf und die Entwicklung von Flächen zur Schaffung eines Öko-Kontos zum Ausgleich von Eingriffen in Natur und Landwirtschaft zuständig. Die Abwasserentsorgung der Gemeinde obliegt ihr ebenfalls. Klingt nach einem echten Vorbild. J rad

Sitzungsbeginn des Planungsausschusses ist am 20. September um 18 Uhr im Ratssaal.

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