Berwickes Ortsdurchfahrt soll sicherer werden

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In diesem Teil der Ortsdurchfahrt geht der provisorische Fußweg direkt in ein Rasenstück über. Radfahrer müssen sich die enge Fahrbahn mit den Autos teilen.

Berwicke - Die Ortsdurchfahrt in Berwicke ist nicht gerade fußgängerfreundlich. Das soll sich ändern.

Die Verwaltung hat vom Planungsausschuss den Auftrag erhalten, den Komplettausbau bei der zuständigen Behörde Straßen-NRW zu beantragen. Ursprünglich hatte die CDU vorgeschlagen, „die planungsrechtlichen und technischen Voraussetzungen zu schaffen“, um entlang der Straße einen Geh-/Radweg bauen zu können. Jetzt also die große Lösung. „Anders geht es nicht“, blickt beispielsweise Klaus-Theo Rohe (SPD) auf zermürbende Erfahrungen der letzten Jahrzehnte zurück. Immer wieder hatte es Versuche gegeben, die Situation für die Anlieger zu entschärfen. Genauso oft scheiterten die Vorstöße – meistens am Grunderwerb, zuletzt vor drei Jahren. Die sprudelnden Steuerquellen könnten dem Projekt in die Karten spielen. 

Das Land hat viel Geld für solche Vorhaben zur Verfügung und der Ausbau von Geh- und Radwegen steht auf der Prioritätenliste der Landesregierung ziemlich weit oben. Nach Einschätzung von Bau-Fachbereichsleiter Markus Hückelheim wird diese Möglichkeit längst nicht so genutzt wie vorgesehen. Insofern stehen die Chancen für Welver unerwartet gut. Nichtsdestotrotz dürfte das gesamte Verfahren bis zur Baureife noch Jahre in Anspruch nehmen. 

Weiterer Haken: Die Anlieger würden beim Ausbau vermutlich auf Grundlage des Kommunalabgabengesetzes mit zur Kasse gebeten. „Das sollte uns die Sicherheit wert sein“, so Wolfgang Daube (CDU). 

Für Heike Schlinkert, die seit kurzem für die CDU im Planungsausschuss sitzt, ist sie das. Sie lebt in Berwicke, ist Mutter dreier Kinder und beobachtet beinahe täglich, dass im Ort zu schnell gefahren wird. „Das ist besonders für die Kinder problematisch“, sagt sie. Zumal der Nachwuchs dicht entlang der Fahrbahn marschieren muss, um die Haltestelle für den Schulbus in der Merschstraße zu erreichen. Heikel ist die Situation auch außerhalb der Ortsdurchfahrt in Richtung Soest. Dort wurde zwar unlängst die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 70 Stundenkilometer reduziert, für ältere Schüler, die zum Bahnhof nach Borgeln radeln und bis zum Butterkamp entlang der Berwicker Straße unterwegs sind, bleibt es aber trotzdem zu eng. Auch hier sei ein separat angelegter Radweg wünschenswert, sind sich die Mitglieder des Planungsausschusses einig. 

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