Schulpläne sollen sich positiv auf Welver auswirken

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Seit dem Ende der Ganztags-Hauptschule gibt es in Welver keine weiterführende Schule mehr. In der Politik gibt es allerdings Gedankenspiele für die Gründung einer Sekundarschule.

Welver - Ob es in Welver in der Zukunft tatsächlich einmal eine Sekundarschule geben wird, steht noch in den Sternen. Die politischen Kräfte wollen auf jeden Fall alles dafür tun, dass die nötigen Voraussetzungen dazu geschaffen werden.

Darauf verständigte sich der Schulausschuss in seiner Sitzung am Mittwoch. „Groß denken“ lautet dabei das vom Beigeordneten Camillo Garzen vorgegebene Motto. Welver müsse die passende Infrastruktur schaffen, um eine weiterführende Schule überhaupt erfolgreich betreiben zu können. Zunächst soll deshalb so etwas wie ein Bildungskonzept aufgestellt werden. Das schließt neben einem klassischen Schulentwicklungsplan auch die Kindergärten und schulischen Kinderbetreuungseinrichtungen mit ein. Fachleute von außen sollen die Gemeinde Welver bei dieser Aufgabe unterstützen. „Wenn wir schon das große Rad drehen, dann auch professionell“, forderte Johannes Kimmel-Groß von den Grünen. 

Dem Vorschlag von Tim-Fabian Römer (BG), als ersten Schritt den Bedarf bei den Eltern unverbindlich abzufragen, erteilte er eine Absage: „Unverbindliche Anfragen produzieren unverbindliche Antworten – oder gar keine.“ Dennoch, so betonte Ina Schönfeld (FDP), müsse am Beginn einer Planung so etwas wie eine Bedarfsfeststellung stehen – handfeste Zahlen eben. Die sollen nun geliefert werden. In dieser Phase sei es wichtig, „auch ein Zeichen nach außen zu setzen“, so Ausschuss-Vorsitender Rolf Wagener (SPD). Das große Ziel Sekundarschule könne Welver durchaus auch nach vorne bringen, wenn am Ende die Schule doch nicht realisiert werden könne, ist Garzen überzeugt. „Allein der Weg dorthin bringt Vorteile“, betonte er. Zum Beispiel, indem man die Ganztagesbetreuung in den Schulen weiter entwickle. Klar ist: Ohne ein solches Angebot schwinden auch die Zuzugsgründe für junge Familien nach Welver. Und gerade die sollen ja später die Kinder für die Sekundarschule „liefern“. 

In der Ganztagsbetreuung hakt es

In der Ganztagesbetreuung hakt es schon jetzt. Alle 75 Plätze in der Bernhard-Honkamp-Schule sind belegt. Wie viele Eltern derzeit auf einen Platz für ihren Nachwuchs warten, ist nicht bekannt. Im Gegensatz zum Fernziel Sekundarschule müsse in diesem Bereich schneller gehandelt werden, war sich der Ausschuss einig. Dabei solle neben der schwierigen Raumsituation in Welver der Schulstandort Borgeln berücksichtigt werden. Auch Themen wie Inklusion und die „Vor-Acht-Uhr-Betreuung“ sollen Beachtung werden. Für diese Überlegungen soll nun eine noch unbestimmte Summe im Haushalt 2018 hinterlegt werden.

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