Lebensgefahr an der Bahnschranke

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Die Heckscheibe des Pkw wurde von der herunterfahrenden Schranke zerschmettert. 

Welver – In großer Lebensgefahr schwebten heute Vormittag offensichtlich ein Autofahrer und seine Beifahrerin am Bahnübergang am Pferdekamp.

Die beiden waren gegen 11 Uhr im Passat mit Anhänger in Richtung Ladestraße/Dorfwelver unterwegs, als der Fahrer zunächst das Rotlicht des Bahnüberganges übersah. Kurz vor dem Überqueren der Gleise erkannte er dann doch die Gefahr und machte im Gespräch mit dem Anzeiger nach eigenen Angaben eine Vollbremsung.

Nach Vollbremsung zwischen den Gleisen

Nach dem Unfall blieben die Schranken geschlossen und die ankommenden Fahrzeuge mussten umkehren.

Das führte jedoch dazu, dass er mit dem Heck des Fahrzeugs genau unter der vorderen rechten Halbschranke zum Stehen kam.

Die herunter fahrende Halbschranke zerschmetterte daraufhin die Sekurit-Glasscheibe am Heck des Passat-Kombi, die in tausende Scherben zerbarst.

Kein Zusammenstoß mit dem Zug

Glücklicherweise kam es dann nicht zum Zusammenstoß mit dem heraneilenden Zug. Der Zugführer berichtete laut Bundespolizei, dass ein Fahrzeug nah an den Gleisen gestanden habe. Offenbar schaffte es der Pkw-Fahrer, die Schranke hoch zu biegen und sich jenseits der Gleise in Sicherheit zu bringen. Schock und Schrecken standen ihm und seiner Mitfahrerin hernach ins Gesicht geschrieben. 

Schranken blieben unten

Mit viel Glück wurde offenbar ein schweres Zugunglück vermieden. Ein Mitarbeiter der DB-Netz AG sicherte kurz darauf die Unfallstelle, wo sich die Schranken wegen des Vorfalls zunächst nicht mehr hochfahren ließen und die Pkw sich stauten und umkehren mussten. Fünf Züge waren vom Unfall  betroffen, es kaum laut Bundespolizei Münster zu 74 Minuten Verspätung. Eine Polizeistreife aus Werl kam zur Unfallstelle. Die Landespolizei wurde eingeschaltet. Von der Polizeiwache in Werl war inzwischen zu erfahren, dass der Fahrer mit einem Bussgeld rechnen muss, weil er das Rotlicht und die sich absenkende Halbschranke missachtet hat. Der Notfall-Dienst der Deutschen Bahn musste die Schranke neu justieren. Inzwischen funktioniert der Bahnübergang wieder.

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