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NRW-Stiftung fördert Auen-Projekt: 46 000 Euro gegen das Austrocknen

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Von: Karin Hillebrand

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Regionalbotschafterin Angelika Hummelsheim und Präsident Eckhard Uhlenberg (vorne von links, beide NRW-Stiftung) überreichten den Förderbescheid an Peter Hoffmann (hinten links) und (von rechts) Birgit Beckers, Dieter Hegemann, Vorsitzender Joachim Drüke (Vorsitz), Jürgen Bergmann und Michael Leismann (2. Vorsitz) vom Vorstand der Stiftung Natur im Kreis Soest. Der Bachlauf wird künftig durch die Fläche in ihrem Rücken mäandern.
Regionalbotschafterin Angelika Hummelsheim und Präsident Eckhard Uhlenberg (vorne von links, beide NRW-Stiftung) überreichten den Förderbescheid an Peter Hoffmann (hinten links) und (von rechts) Birgit Beckers, Dieter Hegemann, Vorsitzender Joachim Drüke (Vorsitz), Jürgen Bergmann und Michael Leismann (2. Vorsitz) vom Vorstand der Stiftung Natur im Kreis Soest. Der Bachlauf wird künftig durch die Fläche in ihrem Rücken mäandern. © Karin Hillebrand

Eckhard Uhlenberg überreichte für die NRW-Stiftung eine Förderzusage über 46 000 Euro an die Stiftung Natur im Kreis Soest. Das Geld fließt in ein Projekt zur Stärkung der Auenlandschaft bei Hangfort.

Hangfort – Der Blick aus der Beobachtungshütte „Im Winkel“ ins Auenland ist malerisch. Die Blänke führt Wasser, die Lippeauen wirken durchfeuchtet. Schwäne und Enten ziehen ihre Bahnen an diesem wolkenverhangenen 11. April. „Wo ist denn das Problem, könnte man denken“, sagte Joachim Drüke, Vorsitzender der Stiftung Natur im Kreis Soest zur Begrüßung, und verwies gleich auf den sehr feuchten März.

Das Gebiet im Winkel sei über Jahrhunderte entwässert und von Landwirten genutzt worden. Die trockenen Sommer der vergangenen Jahre haben das Übrige dazu getan. „In ein paar Monaten sieht es hier wieder anders aus und alles ist trocken“, schloss Drüke dann auch.

Im Moment führt die Blänke im Lippeauen-Gebiet „Im Winkel“ viel Wasser. Auch die Wiesen wirken gut durchfeuchtet. Das ist jedoch der momentan sehr feuchten Wetterlage zu verdanken und sieht sonst ganz anders aus. Im Dezember war das Gewässer geschätzt ein Drittel so breit.
Im Moment führt die Blänke im Lippeauen-Gebiet „Im Winkel“ viel Wasser. Auch die Wiesen wirken gut durchfeuchtet. Das ist jedoch der momentan sehr feuchten Wetterlage zu verdanken und sieht sonst ganz anders aus. Im Dezember war das Gewässer geschätzt ein Drittel so breit. © Hillebrand

Anders als das Wetter strahlten die Gesichter der Vorstandsmitglieder der Soester Stiftung umso mehr, denn Präsident Eckhard Uhlenberg und Regionalbotschafterin Angelika Hummelsheim überreichten im Namen der NRW-Stiftung einen Bescheid über 46 000 Euro.

Die Fördersumme fließt in Maßnahmen zur Verbesserung des Wasserhaushaltes „Im Winkel“. Damit will die NRW-Stiftung den Lebensraum der Lippeaue bei Hangfort stärken und die wasserbaulichen Maßnahmen der Stiftung Natur im Kreis Soest unterstützen. „Unsere Stiftung fördert Kultur und Natur, im Zentrum steht dabei immer das Ehrenamt. Die Renaturierung von Flüssen, sie aus ihren Fesseln zu befreien, ist uns ein wichtiges Anliegen“, sagte Uhlenberg.

Bach in Lippeauen leiten

Geplant ist die Umleitung eines namenlosen Baches, der aus Vellinghausen kommend, am Postweg auf kurzem Wege in die Lippe führt. Er soll über eine zwei Hektar große Wiese in Richtung Beobachtungshütte umgeleitet werden. Auf deren Höhe wird er den Postweg unter- und einen Entwässerungskanal überqueren und in die Lippeauen „Im Winkel“ führen.

Hierfür hat die Soester Stiftung die betreffende Wiese gekauft. Dies wurde mit Fördermitteln der europäischen Union zu 90 Prozent durch die Bezirksregierung gefördert, so Birgit Beckers, Vorstandsmitglied der Stiftung.

Die Umgestaltung der Lippeaue zwischen Hamm und Lippstadt werde von der NRW-Stiftung seit Jahren unterstützt, erklärte Uhlenberg. Die Stiftung besitze rund 100 Hektar Land, auch das Teilgebiet „Im Winkel“ gehört dazu. Disselmersch und Meermersch sind in den vergangenen Jahren entwickelt worden. Von dem Projekt profitieren, so Uhlenberg weiter, neben Pflanzen auch Vogelarten, die hier ihr Brutgebiet haben, wie etwa Knäkente, Zwergtaucher und Wasserralle und auch die mit Sauergräsern bewachsenen Flächen.

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