Im nördlichen Gewerbegebiet

Neues Feuerwehrhaus in Scheidingen: Rat gibt Okay

Das Feuerwehrgerätehaus in Scheidingen ist in die Jahre gekommen. Der Wetterhahn zeugt vom Baujahr 1957. Jetzt soll ein neues Heim für die Wehr gebaut werden.
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Das Feuerwehrgerätehaus in Scheidingen ist in die Jahre gekommen. Der Wetterhahn zeugt vom Baujahr 1957. Jetzt soll ein neues Heim für die Wehr gebaut werden.

Welver hat einen weiteren dicken Stein aus dem Weg geräumt, um seiner Feuerwehr und den zahlreichen Löschgruppen auf den Dörfern zeitgemäße Quartiere zu bieten.

Scheidingen – Der Gemeinderat hat einstimmig den Standort für ein neues Gerätehaus in Scheidingen festgelegt: Am Bierbäumchen im Gewerbegebiet am Nordrand des Ortsteils. 

Das Areal ist hier ist zwar nur knapp 3000 Quadratmeter groß, aber es reicht, um ein Feuerwehrhaus für drei Einsatzfahrzeuge und die nötigen Umkleide- und Schulungsräume für die Feuerwehrleute zu bauen – samt der Freiflächen zum Rangieren und Parken, erläuterte der von der Gemeindeverwaltung beauftragte Architekt Dino Lilge (Oelde).

Kay Philipper, der Fraktionschef von Welver 21, freute und wunderte sich zugleich: Schön, dass es vorangeht, aber diesen Standort habe er schon vor geraumer Zeit ins Gespräch gebracht, aber immer nur zu hören bekommen: Geht nicht, passt nicht, gehört uns nicht. 

Mag sein, dass die Kommunikation da schlecht gelaufen sei, antwortete Beigeordneter Camillo Garzen: „Wir haben tatsächlich am Anfang nicht geglaubt, die Fläche könnte reichen. 

Nachdem nun Irritationen und erste Vorentwürfe abgehakt sind, hat der Gemeinderat grünes Licht für die weitere Planung erteilt. Noch dieses Jahr könnte das erledigt werden, sagt Garzen, 2021 könnte gebaut werden. Man werde Geld bereitstellen. 

Ob das womöglich der zweite Schritt vor dem ersten ist, wollte CDU-Ratsherr Karl Heinz Wiemer wissen. Schließlich werkele die Gemeinde ja noch an einem Gesamtkonzept für ihre Feuerwehr. Bis heute sei nicht einmal geklärt, ob sich die (kleine) Löschgruppe in Flerke eines Tages der Scheidinger oder der Klotiger Feuerwehr anschließen werde. 

Nein, es ist nicht der zweite Schritt vor dem ersten“, zerstreute Welvers Feuerwehrchef Dirk Steinweg solche Bedenken. Der Standort im Scheidinger Norden sei nicht nur aus Illinger Sicht, sondern auch aus Flerker günstig. 

Egal wie sich die Flerker mal entscheiden, es würde sowohl in Klotingen als auch in Scheidingen funktionieren. Im neuen Scheidinger Feuerwehrhaus wäre auch noch Platz für die Spinde der Flerker; fürs Erste sollen hier für die 35 Männer und sechs Frauen der Löschgruppe die Plätze eingerichtet werden. 

Die Feuerwehrführung, so Steinweg, begrüße auf alle Fälle das Vorhaben. 

Unbeantwortet blieb im Rat die Frage, was das neue Gerätehaus kosten wird. Der Architekt will nun im zweiten Schritt, wenn seine Skizzen Gestalt annehmen, den Welveranern Politikern eine Hausnummer nennen, was da finanziell auf sie zukommt.

Neubauten auch in Borgeln und Schwefe

Auch in Borgeln und Schwefe sollen neue Bauten für die Feuerwehr entstehen. Für den Erweiterungstrakt in Borgeln hat sich der Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung (warum eigentlich?) Pläne zeigen lassen, berichten Teilnehmer. „Hier ist aber noch vieles zu klären“, heißt es. So ist unklar, ob für die Jugendfeuerwehr extra gebaut werden muss, oder ob sie nicht die alte Kita nutzen könne. Die wird frei, weil es in Borgeln Neubaupläne für eine Tagesstätte und die offene Ganztagsschule gibt. Ein neues Gerätehaus ist für Schwefe vorgesehen. Auch hier präsentierte die Verwaltung in geheimer Sitzung einen Entwurf. Aber auch der, so wird berichtet, sei noch diskussionswürdig.

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