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Neue Kehrmaschine für den Bauhof Welver

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Von: Dirk Wilms

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Eine solche Kehrmaschine möchte die Gemeinde Welver anschaffen.
Eine solche Kehrmaschine möchte die Gemeinde Welver anschaffen. © Aebi-Schmidt

Dem Wildwuchs von Löwenzahn, Brennnessel und Co. soll es alsbald an den Kragen gehen. Geht es nach den Vorstellungen von Bürgermeister Camillo Garzen und Bauhofleiter Hans Wilms, drehen in Zukunft die Mitarbeiter der Gemeinde regelmäßig mit einer neuen Kehrmaschine ihre Runden durch die Niederbörde, um die Fuß- und Radwege freizuhalten von den Gewächsen, die sich in den Fugen des Pflasters breit machen und so zu Stolperfallen werden und den Untergrund marode machen.

Welver - Per Hand den Kräutern zu Leibe zu rücken, ist eine überaus zeitintensive Angelegenheit. Daher soll nun eine Maschine angeschafft werden, von deren Vorzügen sich der Bauhof bei einer Probefahrt überzeugen konnte. Mit einer beweglichen Bürste mit Drahtborsten wird das überflüssige Grünzeug entfernt, zwei weitere Bürsten mit Kunststoffbürsten fangen den Schnitt auf und befördern sie in den großen Behälter hinter der Fahrerkabine.

Mit einer Filmvorführung machte Hans Wilms vor dem Bauausschuss die Vorzüge der Maschine deutlich. „Sie trägt zur Sauberkeit der Gemeinde bei und spart zwei Leute ein, die wir an anderer Stelle gut gebrauchen können“, erläuterte der Bauhofleiter. Bürgermeister Garzen sprang ihm bei: „Viele Anwohner schaffen es nicht mehr, die Straßen und Bürgersteige entlang ihrer Grundstücke zu reinigen“, verweist er darauf, dass die Gemeinde in der Verkehrssicherungspflicht stehe. „Man muss gegenrechnen, was die Manpower im Vergleich zu der Maschine kostet“, ist er überzeugt, die Investition im Etat darstellen zu können.

Knapp 150000 Euro kostet die Kehrmaschine des Herstellers aus dem Schwarzwald mit einem Dieselmotor, der für eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h sorgt. Alternative wäre ein Elektroantrieb mit fast 350000 Euro. Nicht eingerechnet ist dabei ein Magnet, mit dem die Abdeckungen der Sinkkästen angehoben werden können, um auch diese mit der Maschine vom Laub zu befreien.

Ausschussvorsitzender Udo Stehling (SPD) sprach sich dafür aus. „Das ist eine gute Sache, haben wir doch auf unseren Straßen dringenden Handlungsbedarf“, so auch Kay Phillipper von Welver 21. Michael Schulte von der CDU regte an, eine Kooperationsmöglichkeit mit einer Nachbargemeinde abzuklopfen. Auch eines Mietkauf sollte in Betracht gezogen werden.

Die Verwaltung wird nun eine Kostenkalkulation vorlegen, dann kann die Politik entscheiden.

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