FDP nähert sich dem Thema „Fracking“

WELVER ▪ Fracking – was ist das eigentlich? Was auf den ersten Blick für den absoluten Laien klingt wie eine Trendsportart, hat seinen Namen vom „Hydraulic Fracturing“, einer Methode um Schiefer- oder Kohleflözgas zu fördern, und ist in Deutschland besser bekannt als „Gasbohren“.

Um die Bevölkerung auf die möglichen Umweltschäden durch „Fracking“ aufmerksam zu machen, lädt der FDP-Ortsverband am Dienstag, 28. Juni, um 19.30 Uhr in den Welveraner Ratssaal ein. Als Referent wird Jörn Krüger von der Interessengemeinschaft Nordwalde zu Gast sein. „Wir freuen uns, mit Jörn Krüger einen absoluten Experten auf dem Gebiet des Fracking bei uns begrüßen zu können“, so der Vorsitzende des Ortsvereins Heiko Kosche. „Wenn ich lese, welche Umweltschäden Fracking auslöst, dann hört für mich der Spaß absolut auf. Uns ist es wichtig, die Bürger zu informieren und zu motivieren, etwas gegen das Gasbohren zu unternehmen, bevor es zu spät ist.“

Nach Meinung von Martin Knäpper von der Bürgerinitiative gegen Gasbohren (BIGG) Hamm und seinen Mitstreitern ist es längst fünf vor Zwölf und Widerstand unbedingt geboten. „Unternehmen wie ExxonMobil und auch die in der Region ansässige Hamm-Gas versuchen mit Floskeln zu beruhigen, ja beschwichtigen nahezu, an den Gefahren ändert das jedoch nichts“, so Knäpper.

Chemikalien gleich welcher Gefahrenklasse, die beim „Fracking“ in den Boden eingebracht werden, um das Gas aus dem Gestein herauszuholen, gelangten ins Grundwasser und bedrohten so die Trinkwasserqualität und die Umwelt im Allgemeinen.

Der Rat der Gemeinde Welver hat bereits reagiert und am 11. Mai eine Resolution verfasst, die sich gegen „Fracking“ vor Ort ausspricht, und über die Bürgermeister Ingo Teimann in der Bürgermeisterkonferenz berichten soll.

„Dieses Thema geht uns alle an, es wäre schön, wenn wir viele dafür sensibilisieren könnten, sich gegen die Zerstörung unserer Umwelt auszusprechen“, so die Initiatoren des Informationsabends. ▪ sgh

http://www.gegen-gasbohren.de

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