Brand bracht gegen 3 Uhr in der Nacht aus

Nach dem Feuer am Zirkus "Ideal": Direktor Toni Wagner bangt um seine Existenz

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Zirkusdirektor Toni Wagner und sein Zirkus müssen um ihre Existenz fürchten: Der 25 km/h-Tiertransport-Auflieger ist nach ihren Angaben nicht gegen Feuer versichert.

Welver – Zirkusdirektor Toni Wagner (52) ist verzweifelt. Der Chef vom Zirkus „Ideal“ weiß in seiner Not nicht mehr weiter. In der Nacht zum Freitag ist der Tiertransporter-Auflieger des Familienunternehmens samt der Absperrboxen abgebrannt und unbrauchbar geworden.

Zum Glück waren keine Tiere dort eingesperrt. Der Zirkus arbeitet mit zehn Pferden, zwei Ziegen und zwei Hunden. Das Feuer am Distelstadion wurde erst gegen 6.30 Uhr durch einen Spaziergänger entdeckt. Stroh im Tiertransporter brannte zunächst nur innen.

Zwischen dem Standort der Zirkusleute auf dem Parkplatz an der Bördehalle und dem Tiertransport-Hänger am Distelstadion liegen einige hundert Meter. Daher haben Toni Wagner und seine Zirkusleute nach eigenen Angaben auch gar nichts von dem Feuer bemerkt. Erst die vorbeieilende Feuerwehr hatte sie gegen 6.30 Uhr aufmerksam gemacht.

Kripo ermittelt wegen Brandursache

„Wie sollen wir unsere Pferde, Ziegen und Hunde jetzt transportieren“, fragt sich Wagner. Der vergangene Winter hat seinem kleinen Zirkus wohl den Rest gegeben. Wegen des Sturms fielen zuerst die letzten Vorstellungen 2018 und damit Einnahmen aus, der Winterplatz wurde gekündigt und dann kam noch ein tragischer Todesfall hinzu. Jetzt steht der Zirkus offenbar vor dem Nichts.

Der gesamte 1. Löschzug der Feuerwehr Welver wurde am Freitagmorgen um 6.42 Uhr zur Bördehalle alarmiert. Das Einsatzstichwort lautete: „Zirkuswagen brennt“ an der Bördehalle. Dort ist der Zirkus „Ideal“ immer noch im Quartier.

Warum das Feuer ausgebrochen ist und wie hoch der Sachschaden geschätzt wird, ist nun Ermittlungssache der Kriminalpolizei. Verletzt wurde ersten Erkenntnissen zufolge niemand.

Der Zirkus „Ideal“ campiert seit November auf dem Parkplatz an der Bördehalle.  Er konnte wegen eines Unwetters im November und einer Absage der aufnehmenden Stadt sein Winterquartier nicht aufsuchen und blieb deshalb in Welver.

Von außen nur Rauchentwicklung wahrnehmbar

Vor allem im Innern des Tiertransporters, wo ersten Erkenntnissen zufolge das Feuer ausgebrochen sein muss, loderten die Flammen. Von Außen war lediglich eine starke Rauchentwicklung wahrnehmbar. Stroh auf der Ladefläche stellte laut Feuerwehr einen Großteil der Brandlast dar. Die Feuerwehr bekämpfte die Flammen unter Atemschutz mit zwei C-Rohren und einem großen Wassereinsatz.

Aus dem Polizeibericht:

Nach den Löscharbeiten der Feuerwehr wurde der Brandort durch die Polizei beschlagnahmt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Kripo bittet mögliche Zeugen, sich unter der Telefonnummer 02922/91000 zu melden.

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