Gemeinde soll in alle Feuerwehr-Standorte investieren

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Feuerwehr

Welver - Lange wurde nur das Nötigste in die Feuerwehr-Standorte investiert, jetzt sollen alle auf einen hygienisch und sicherheitstechnisch akzeptablen Stand gebracht werden – unabhänig davon, wie lange die Gebäude noch gebraucht werden.

Darauf haben sich die Mitglieder des Feuerwehrausschusses einhellig verständigt. Wie berichtet, hatte die Unfallkasse NRW nach einer Besichtigung zu Jahresbeginn auf Sofortmaßnahmen gedrängt. Vor allem fehlen getrennte Schwarz-Weiß-Bereiche, Abgas-Absauganlagen und geeignete Sanitäreinrichtungen.

 „Es ist ganz klar, dass wir das sofort umsetzen müssen“, betont Cornelia Plaßmann (Grüne). Und zwar an jedem Standort, das sei „bitter, bitter nötig“. Auch Heiko Kosche (FDP) konstatiert: „Die Feuerwehr wurde stiefmütterlich behandelt. Es wird jetzt allerhöchste Zeit.“ Dass es soweit kommen konnte, liegt nach Ansicht von Tim-Fabian Römer (BG) an der Verwaltung und den Politikern. „Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Es hat in der Vergangenheit nicht nur am Geld, sondern auch am Willen zur Umsetzung gefehlt“, gibt er sich selbstkritisch. Besonders schockiert ist er, dass selbst der nagelneue Standort Dinker schon während der Bauphase (Stichwort falscher Bodenbelag) negativ auffiel und auch jetzt schon wieder Mängel aufweist. So klafft seit einem Wintersturm ein sieben Zentimeter langes Loch an der Außenfassade.

 Die Feuerwehr begrüßt den Willen zum Handeln grundsätzlich. Die Anregung von Wehrführer Dirk Steinweg, am Gerätehaus in Welver mehrere Parkplätze für die Mitarbeiter des Rettungsdienstes auszuweisen, um an anderer Stelle Platz für zum Einsatz anrückende Feuerwehrleute zu schaffen, soll ebenfalls schnell umgesetzt werden. Nur ein Klacks im Vergleich zu dem, was langfristig im Aufgabenheft steht: Erhebliche Ausgaben für Standorte, Fahrzeuge und Ausrüstung dürften die Gemeindehaushalte der nächsten Jahre prägen.

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