Meldungen häufen sich

Dreiste Fahrraddiebstähle im Bahnhofsumfeld

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In Welver sind Fahrräder auch tagsüber und abgeschlossen nicht sicher.

Welver – In den letzten Tagen häufen sich die Meldungen über Diebstähle, aber auch Vandalismus am Bahnhaltepunkt Welver. Ein Betroffener ist Franz-Josef Berz.

Das Urgestein des SuS Scheidingen fährt täglich zum Bahnhof, um von dort mit dem Zug zu seinem Arbeitsplatz nach Hagen zu gelangen. Vor einer Woche fand er den Abstellplatz verwaist vor. Diebe hatten sein Gefährt mitten am Tag direkt in Rathausnähe mitgenommen. 

„Da ist ja schon einiges los“, wundert sich Berz über so viel Dreistigkeit. Der Mann hat in der Umgebung herum gefragt, doch niemand hat etwas bemerkt. Er ist sauer, denn: „Das Rad war schnell und teuer.“ 

Berz hat Anzeige bei der Polizei erstattet. Große Hoffnungen, es zurück zu bekommen, macht er sich dennoch nicht – obwohl die knallorange farbene Lackierung durchaus auffällig ist. 

Profis am Werk?

Er geht davon aus, dass da Profis am Werk sind, eventuell mit Hilfe eines Transporters. Dass am Bahnhof regelmäßig Räder verschwinden, weiß er aus Gesprächen mit anderen Reisenden. „Es gibt fast niemanden, dem nicht schon ein Rad geklaut wurde“, so Berz. Oder zerstört. 

Ebenfalls frisch ist nämlich ein Vorfall, den eine junge Frau ebenfalls vor wenigen auf Facebook schilderte. Ihr Bike wurde demoliert und die Ventile entfernt. „Was stimmt nicht mich euch?“, fragt sich das Diebstahlopfer. 

Tipps der Polizei

Was tun? Die Polizei rät zu teuren Schlössern und empfiehlt unter anderem, Fahrräder an feste Gegenstände zu ketten. Eine andere Chance könnte im Neubau des Bahnhofes liegen. An modernen Haltepunkten wurden häufig Fahrradstationen eingerichtet. 

Ähnlich wie bei Parkhäusern für Autos kann man dort sein Gefährt gegen eine Gebühr diebstahlsicher abstellen. „Das wäre mir 30 Euro wert“, sagt Berz. Allerdings dürften bis dahin noch einige Fahrräder abhanden kommen. Der Neubau kommt erst in rund fünf Jahren.

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