Mehrheit in Welver ist für verbesserten verkehrsberuhigten Bereich im Zentrum

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Marktstraße Welver 2018: Die verkehrsberuhigte Zone soll demnächst als Einbahnstraße geführt werden. Weiterhin sind Verbesserungen bei den Parkplätzen und bei der Begrünung vorgesehen.

Welver - Mit der Wunschvorstellung, Welvers „Marktstraße“ in eine autofreie Fußgängerzone umzuwandeln, blieb die grüne Fraktionsvorsitzende Cornelia Plassmann so ziemlich alleine.

Obwohl die grüne Variante sicherlich eine optimale Lösung für die Gestaltung des Ortszentrums wäre, hält die Angst vor leeren Schaufenstern und verlassenen Geschäften die meisten Welveraner wohl nicht ganz grundlos davon ab, die reine Fußgängerzone zu befürworten. Andernorts gibt es negative Beispiele. Unterdessen ist es mehrheitlicher Konsens, dass der Bereich in der Zukunft zu einer Einbahnstraße umfunktioniert werden soll. Dann könnten die Autos nurmehr am Kreisverkehr an der Bahnhofstraße in die Marktstraße einfahren und kämen bei DHL am Drosselweg und der Reiherstraße wieder heraus.

Pläne, denen der Rat zuletzt mit Mehrheit zustimmte, sehen zudem vor, die Marktstraße neu zu gestalten. Parkplätze sollen schräg angelegt werden und auch Fahrradverkehr zugelassen werden, um die Autos hier zu langsamem Fahren zu zwingen. Auf jeden Fall sollen auch die Grünflächen schöner werden, so dass der Bereich die Kunden besser anspricht. Durch den Einsatz einer Politesse hat die Gemeinde inzwischen schon dafür gesorgt, dass der ruhende Verkehr überwacht wird und nicht kreuz und quer oder überlange geparkt werden kann. Aber auch das hat natürlich schon kritische Geister zu Stellungnahmen veranlasst. Ein Bäcker kritisiert, dass ihm dadurch Kunden durch die Lappen gehen, weil sie wegen der Knöllchen nicht mehr ins Zentrum kommen wollen. 

Zukunft des Raiffeisen-Geländes weiter unklar

Die Ansiedlung von Rossmann hat die Marktstraße deutlich belebt und bringt mehr Kunden ins Zentrum. Wie es dahinter auf dem Raiffeisen-Gelände weitergeht, ist noch nicht klar, denn ein Investor hat das Gelände gekauft und wird sicher bald seine Pläne vorstellen. In der Politik gibt es dazu klare Fronten. 

Die einen wollen eine seniorengerechte Wohnbebauung und kritisieren die Pläne, dort einen Supermarkt anzusiedeln, weil dies mehr Verkehr und größere Konkurrenz zu Aldi und Edeka an der Ladestraße bringen würde, die anderen halten eine Wohnbebauung wegen der Lärmemissionen von der nahen Bahnstrecke für unrealistisch und wollen ein Geschäftszentrum installieren. Wechselnde Mehrheiten machten das Vorhaben zuletzt zu einem Glücksspiel. In jedem Fall wird eine neue Nutzung des Raiffeisen-Geländes Welver voranbringen.

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