Innenstadtkonzept

Verkehrschaos am Markt in Welver: Kaufleute hoffen auf Lösung

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Großes Verkehrschaos ist am Welveraner Marktplatz keine Seltenheit.

Die Kaufleute am Markt warten auf eine Einbahnstraßen-Lösung: Betrieb dort bedeutet häufig sofort Chaos.

Welver – Wildes Parkchaos, besonders an Regentagen. Autofahrer, die mit ihren Fahrzeugen voreinander stehen und auf ihr Durchfahrtsrecht pochen, daneben Fußgänger, die mal eben die Straße passieren und Radfahrer im Tiefflug zwischen den Autos – die sogenannte Verkehrsberuhigte Zone der Straße „Am Markt“ hat es wirklich in sich.

 „Von Schritttempo sind wir hier ganz weit entfernt“, sagt eine Dame, die ihren Namen nicht nennen möchte, „gut, wenn dann wenigstens irgendwann das Hin- und Her ein Ende hat.“ Das Hin- und Herfahren, was aktuell noch in beiden Richtungen möglich ist, soll in der Zukunft zu einer Einbahnstraßenlösung mit Einfahrt am Kreisverkehr umfunktioniert werden. „Eine gute Lösung“, findet Gertrud Henderson, Leiterin der Post-Filiale, kurz vor der Straßenausfahrt. 

"Extrem vorsichtig"

„Eine komplette Sperrung wäre für unsere Kunden mit ihren Paketen natürlich eine Katastrophe gewesen.“ Doch auch mit der aktuellen Lösung ist die Situation vor der Post oftmals haarsträubend. „Wenn viel zu tun ist, parken die Autofahrer auch schon mal mitten auf dem Hügel und hier an der Hauswand entlang, wer dann noch abbiegen will, sollte extrem vorsichtig sein.“

Ähnlich sieht auch Tina Mesche, Reiseland-Leiterin, die Situation. „Vor allem, wenn dann noch ein Lkw unberechtigt in die Straße einfährt, ist das Chaos perfekt, hat der dann noch Gegenverkehr, wird es richtig spannend.“ Von daher sieht auch sie die Einbahnstraße als gute Lösung an. Gegen eine komplette Sperrung ist auch Doris Mersmann, die mit ihrer Mutter Monika Fieren in deren Mangel für volle Wäschekörbe sorgt. 

Silke Appelbaum-Schweigert

„Eine Komplettsperrung wäre vor allem für die vielen älteren Kunden unmöglich gewesen. Und auch die Hermes-Paketkunden schleppen sich zum Teil mit vielen unförmigen Pakten ab.“ Sie findet daher ebenfalls die Einbahnstraße super und freut sich auf ein deutlich geordneteres Straßenbild. Silke Appelbaum-Schweigert freut sich ebenfalls auf die Neugestaltung der gesamten Straße plus Marktplatz. 

„Die Leute, die nicht über den Hügel fahren wollen, brettern bei der Bäckerei Neuhaus direkt vor der Tür vorbei. Kinder, Hunde oder gefüllte Brötchentüten sind dabei schwer gefährdet, wenn man als Passant den Laden verlässt.“ Und auch Ruth Hustadt und Inge Speldrich geht der Verkehr in der Straße „Am Markt“ mächtig auf die Nerven. Ich parke immer hinter dem Rossmann, hier ist das ja eine totale Katastrophe“, so Speldrich. „Vielleicht, wenn die neuen Parkplätze fertig sind, entspannt sich ja die Lage wieder“, so Hustadt.

 Auch an Markttagen?

Wie genau mit der Einbahnstraßenlösung die Straße samt Marktplatz am Ende mal aussehen wird, kann aktuell noch niemand genau sagen. Offen bleibt bei der Einbahnstraßenregelung die Frage, wie diese an Markttagen gestaltet werden soll. Eine Vollsperrung des Marktplatzes, wie momentan üblich, hätte dann zur Folge, dass bis zum Ende der Marktzeit niemand die Straße vom Kreisverkehr aus befahren kann, was wiederum einer Vollsperrung gleich käme. Für Post, Paket- und Druckshop sowie die Heißmangel ein komplett indiskutabler Umstand. Es bleibt also spannend, wie die Lösung der Planer hier aussehen wird.

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