Bahn-Brücke in Borgeln kommt 2019

Borgeln - Mit gehöriger Verspätung rollt sie an, doch im nächsten Jahr soll sie tatsächlich kommen: die neue Eisenbahnbrücke am Bahnhof in Borgeln.

Pläne für das Bauwerk liegen seit über zehn Jahren in der Schublade. Immer wieder hatte sich der Baustart verzögert. 2019 soll es nun tatsächlich losgehen. Thomas Schäckel, Abteilungsleiter für Straßenwesen beim Kreis Soest, geht davon aus, dass das Projekt in den Sommermonaten 2019 abgewickelt werden kann. Die Bauzeit schätzt er auf rund sechs Monate. 

Ursprünglich hatte seine Behörde schon dieses Jahr ins Auge gefasst. Allerdings fehlten entscheidende Vorarbeiten seitens der Bahn, wie sich in Gesprächen erst vor einigen Wochen herauskristallisiert hatte. Vor allem müssen Leitungen auf einer Länge von zwei Kilometern umgelegt werden. „Es zeichnete sich ab, dass es zu einer Winterbaustelle gekommen wäre und das wollen wir möglichst vermeiden“, so Schäckel. Zumal während der Bauarbeiten die Fußgänger immer eine Hälfte der Brücke nutzen dürfen und entsprechend geleitet werden müssen. Die beim Umbau des Soester Bahnhofes angewandte Variante mit einer Fußgängerbehelfsbrücke haben die Planer verworfen. Die Hauptgründe: zu teuer und nicht behindertengerecht. Der Autoverkehr wird während der Bauarbeiten weiträumig über Schwefe umgeleitet. „Das sind schon einige Kilometer“, räumt Schäckel ein. Ein weiteres Argument, den Winter zu meiden. Die Maßnahme dürfte sich zudem auf den Bahnverkehr auswirken. 

Der Kreis Soest drückt aufs Tempo, schließlich sei die Tonnagenbeschränkung der rund 100 Jahre alten Brücke auf Dauer nicht akzeptabel, so die Ansicht des Straßenbaulastträgers. „Irgendwann wird’s einfach Zeit“, formuliert es Schäckel. Den Neubau, der rund zehn Meter westlich der jetzigen Brücke positioniert wird, lässt sich der Kreis Soest rund 1,5 Millionen Euro kosten. 

 Neben der mangelnden Belastbarkeit wurden immer wieder auch die schlechte Beleuchtung und der schmale Gehweg thematisiert – unter anderem von der Jungen Union Welver. Der Kreis Soest hat bereits jetzt schon das nächste Projekt entlang der Bahnlinie Soest-Welver ins Visier genommen. An der Hohen Brücke in Klotingen soll der alte Baukörper ebenfalls ausgetauscht werden. „Bis dahin wird es aber noch einige Jahre dauern“, gibt sich Schäckel vor dem Eindruck der aktuellen Erfahrungen keinerlei Illusionen hin. Zum Glück sei die Brücke im Vergleich zum Pendant in Borgeln noch in einem deutlich besseren Zustand. J rad

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