Gefährlicher Schädling

Mitstreiter im Kampf gegen Herkulesstaude gesucht

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Am Enker Bach finden sich mittlerweile nur noch kleine Exemplare.

Schwefe – Zu Beginn seiner Mission vor rund zehn Jahren ragten die Herkulesstauden am Enker Bach teilweise mannshoch in den Himmel. „Mittlerweile ist das Problem im Griff“, resümiert Jürgen Dahlhoff zufrieden.

Doch der Gegner ist tückisch. Lässt man ihn nur ein Jahr aus den Augen, vermehrt er sich rasant. „Dann geht die Arbeit von vorn los“, weiß Dahlhoff. 

Bei der Staude handelt es sich nicht um irgendein „Unkraut“. Der Doldenblütler – auch Riesen-Bärenklau genannt – kann bis zu vier Meter hoch werden, nimmt anderen Pflanzen den Lebensraum weg und ist obendrein noch giftig. Bei Hautkontakt stellen sich Symptome ein, die denen von Verbrennungen ähneln. 

„Eine feste Jacke, Handschuhe und Gummistiefel sind Pflicht“, sagt Dahlhoff. Auch, wenn dank seines Einsatzes nur noch vereinzelt und auch lediglich niedrige Pflanzen an den neuralgischen Stellen entlang des Baches zu finden sind. 

Um die Situation im Griff zu behalten, sucht der knapp 70-jährige Dahlhoff einen Nachfolger. Der Aufwand halte sich im Rahmen, betont er. Drei Einsätze über jeweils drei Stunden pro Jahr genügten schon. Wichtig sei: Dranbleiben! 

Tipps für den Nachfolger

Gern ist er in diesem Sommer bei der „Einarbeitung behilflich“. Und natürlich hat er auch den einen oder anderen Tipp parat. Seinen Spaten hat Dahlhoff zum Beispiel auch an den Seiten geschärft, um sich besser durchs Gestrüpp arbeiten zu können. Versuch macht klug. 

Zuständig beim Kampf gegen die Herkulesstaude ist eigentlich die Gemeinde. Die hat immerhin ein Infoblatt zum Thema Herkulesstaude aufgelegt. Darin heißt es: „Völlig beseitigen können wir den Riesenbärenklau in der Gemeinde Welver sich nicht. Bei Gefahr für den Menschen, zum Beispiel auf öffentlichen Flächen und auf sensiblen Flächen wie Naturschutzgebieten ist eine Bekämpfung aber sinnvoll.“

Ausbreitung an Gewässern verhindern

Der Kreis Soest agiert handfest. Um die weitere Ausbreitung der Herkulesstaude besonders an den Gewässern zu verhindern, hat er verschiedene Unternehmer beauftragt, die Bestände entlang der Fließgewässer im Kreisgebiet zu bekämpfen. Das Ziel ist, die Staude in spätestens zehn Jahren an den Gewässern im Kreisgebiet zu beseitigen. 

Die Verbreitung erleichtert nach Einschätzung Dahlhoffs neben der Widerstandsfähigkeit der Pflanze selbst auch die Bahn, die das Umfeld ihrer Gleise eben nicht mit letzter Konsequenz bearbeitet. „Durch den Zugverkehr, aber auch Tiere können sich die Samen leicht verbreiten“, so Dahlhoff. Das sind immerhin rund 10 000 Stück pro Pflanze.

Wer sich im Bereich Enker Bach im Kampf gegen die Herkulesstaude engagieren möchte, möge sich bei Jürgen Dahlhoff (Telefon 0163/4393003) melden.

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