Jahrzehnte gewartet: Jetzt soll es endlich was werden mit der Schwefer Ortsdurchfahrt

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Mehr als wuselig und unübersichtlich: Schwefes Ortsmitte bei "Hillefeld". Nun nimmt sich die Gemeinde die Ortsdurchfahrt vor.

Welver-Schwefe - Bereits seit Jahrzehnten wird diskutiert. Jetzt soll alles sehr schnell gehen mit dem Ausbau der Landstraße 747 in der Ortsdurchfahrt Schwefe.

Die Bauarbeiten sollen bereits im August beginnen. Was genau in der umfangreichen Baumaßnahme mit einem Investitionsvolumen von mehr als 2 Millionen Euro geplant ist, darüber informierte die Gemeinde die Anlieger während einer Bürgerversammlung im Saal der Gaststätte Hillefeld. 

„Leider konnten wir wegen der Corona-Auflagen nur eine begrenzte Anzahl von Personen heute Abend einladen“, erklärte Bürgermeister Uwe Schumacher den 60 Anwesenden. Hierzu zählten neben allen Anwohnern auch die Fraktionsvorsitzenden der Welveraner Parteien. 

„Wir sitzen hier in diesem Gebäude quasi genau im Zentrum der Neugestaltung“, so Donald Welling vom gleichnamigen Ingenieur-Büro aus Büren. Er stellte die Pläne und Ideen zur Neugestaltung des Straßenverlaufs vor, inklusiv eventueller Ruhe- und Erholungsplätze, Grünflächen und Verlegung von Straßenzügen. 

Aktuell besitzt der Soestweg streckenweise eine sehr schmale Fahrbahn, die zudem wellig und voller Schlaglöcher ist. Gehwege sind nur teilweise angedeutet und nicht durchgängig vorhanden. Wer von Hattrop kommt, fährt oftmals viel zu schnell in den Ort hinein, eine Drosselung des Tempos sei daher zwingend erforderlich, so der Tenor aller Anwesenden. Realisiert werden soll diese durch eine Straßenverengung, die neben der Erneuerung der Amper-Bach-Brücke auch die Verlegung der Bushaltestelle nach sich zieht. Wer also nach Abschluss der Bauarbeiten in Schwefe aus dem Bus steigt, kann dies dann deutlich sicherer als heute tun. 

Dazu kommt eine Tempo-30-Zone für die komplette Schwefer Ortsdurchfahrt, die durchaus hier nicht die Regel gewesen wäre, so Fachbereichsleiter Detlev Westphal. Das Bauprojekt von Straßen NRW und der Gemeinde Welver besitzt eine Investitionssumme von 2 044.000 Euro, von denen 600 000 Euro auf die Gehweganlage entfallen. 

50 Prozent der Kosten für die Gehwege werden von der Gemeinde getragen, die andere Hälfte wird entsprechend des Kommunalen-Abgabe-Gesetzes (KAG) auf die Anwohner umgelegt. „Natürlich können wir den Unmut der Anwohner über die Gesetzeslage verstehen. Aber uns sind da leider die Hände gebunden“, so Westphal. 

Grundsätzlich stößt die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt allerdings auf Zustimmung, auch mit Blick auf den Sicherheitsaspekt vor allem für Fußgänger, aber auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer. Die Arbeiten am Soestweg sind angesetzt auf ein Jahr mit verschiedenen Bauabschnitten, Vollsperrungen eingeschlossen. 

Für Anlieger werden entsprechende Lösungen ausgearbeitet, ebenso Umleitungen für all jene, die die Schwefer Strecke für tägliche Fahrten nach Soest oder Welver nutzen. Die Bauarbeiten des Kreises Soest, die noch zeitnah am Bahnübergang „Zum Hiltenkamp“ auszuführen sind, werden bis zum Baubeginn in Schwefe abgeschlossen sein, so die Zusage

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