Staatsanwaltschaft ermittelt

Ein Jahr nach Baby-Tod in Welver: Fall wirft Fragen auf - und wird weiter geprüft

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Welver - Auch ein Jahr nach dem Tod des Babys einer 17-Jährigen in Welver sind die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft wartet derzeit auf ein Gutachten.

In diesem Monat jährt sich der Tod eines Säuglings, den eine 17-jährige Schülerin bei sich zu Hause entbunden hat und kurz darauf gestorben ist. Doch auch zwölf Monate nach dem tragischen Fall sind die Ermittlungen nicht abgeschlossen, teilt die Staatsanwaltschaft auf Anfrage mit.

Staatsanwalt Thomas Schmelzer wartet noch auf das Gutachten eines Gynäkologen, der erläutern soll, wie das abgelaufen ist, dass die inzwischen 18-Jährige, wie sie selber ausgesagt hat, von ihrer Schwangerschaft nichts bemerkt habe. Der Frauenarzt habe bereits signalisiert, dass er in seiner Praxis durchaus einige, wenige Fälle pro Jahr sehe, bei denen Frauen bis kurz vor der Geburt von ihrer Schwangerschaft nichts ahnen. 

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Schmelzer rechnet damit, im Herbst die Ermittlungen abschließen und die Frage beantworten zu können, ob er die Schülerin wegen unterlassener Hilfeleistung anklagen werde. Ein pathologisches Gutachten habe „keine Hinweise auf eine aktive Tötung“ ergeben, wohl aber, dass der kleine Junge unmittelbar nach der Geburt noch gelebt habe. 

Leiche in Wohnung gefunden

Ärzte im Klinikum Soest hatten seinerzeit die Polizei verständigt. Die Welveranerin war mit starken Blutungen ins Krankenhaus gekommen; dort stellten die Gynäkologen schnell fest, dass sie kurz zuvor ein Kind entbunden hatte. Die Polizei durchsuchte die Wohnung in Welver und fand den toten Jungen.

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