Hier haben Falten keine Chance: Heißmangel  von Monika Fieren wird 50

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Monika Fieren (rechts) und ihre Tochter Doris Mersmann stehen an der Bügelmaschine. Dienstag feiern sie mit ihren Kunden Jubiläum.

Welver – „Ich kenne zwar nicht immer alle Namen, aber ich kenne die Wäsche meiner Kunden“, sagt Monika Fieren lachend. Seit 50 Jahren ist ihre Heißmangel aus dem Welveraner Ortskern nicht mehr wegzudenken.

Ich habe damals hier in meinem Elternhaus mit meiner Tante zusammen angefangen“, erinnert sie sich. „Die Mangel kaufte ich gebraucht von einer Bekannten, die ihr Geschäft in Werl aufgeben wollte.“ Später ging diese Mangel in Flammen auf, und die Feuerwehr musste anrücken. Die neue Mangel war dann elektrisch und deutlich ungefährlicher. 

Seitdem geht es hier jeden Tag hoch her, und selbst wenn mal nicht gemangelt wird, ist das Geschäft Treffpunkt und Kommunikationsbörse für viele Welveraner.  Wer sich während seines Einkaufs kurz aufwärmen möchte, ist hier ebenso richtig wie der, der ein bisschen kurzweilige Unterhaltung sucht. 

Die Tochter hilft mit

Seit acht Jahren unterstützt Tochter Doris Mersmann ihre Mutter ganztägig beim Tagesgeschäft. „Davor war ich immer schon zweimal in der Woche hier.“  Wenn einem die Materie von Kindesbeinen an vertraut ist, sei das eine Selbstverständlichkeit, „denn natürlich haben meine Schwester und ich schon als Kinder hier auf die Mangel aufgepasst“, erzählt sie. 

Hauptsächlich Tischdecken

Heute sind es vor allem Tischdecken, die noch gemangelt werden müssen, „immer dann, wenn es besonders festlich werden soll, kommen doch wieder Tischdecken auf die Festtafel.“ Die Annahme von Kleidungsstücken, die chemisch gereinigt werden müssen, gehörte sofort mit zum Dienstleistungsangebot. Vor 20 Jahren kam der Hermes-Paketshop dazu, und auch die Annahme von Schuhreparaturen kann hier erfolgen. Manchmal tauchten auch schon mal skurrile Sachen in den Wäschekörben auf, berichten Monika Fieren und Doris Mersmann. Doch über Details schweigen die Damen lieber. 

Gläschen Sekt mit den Kunden

Am kommenden Dienstag möchte Monika Fieren mit ihren Kunden mit einem Glas Sekt anstoßen, das Jubiläum feiern und ihnen für die langjährige Treue danken. „Manche kommen schließlich schon vom ersten Tag an.“ An Ruhestand denkt Monika Fieren übrigens überhaupt nicht. „So lange, wie ich das hier noch schaffe, mache ich weiter“, sagt sie und lacht.

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