Generationenwechsel beim SV Welver

Jörg Rickert soll Manfred Möller beerben

Jörg Rickert soll Manfred Möller beerben.
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Jörg Rickert soll Manfred Möller beerben.

Ein Generationenwechsel bahnt sich an in der Chefetage des SV Welver. Nach 34 Jahren will Manfred Möller den Staffelstab als 1. Vorsitzender weiterreichen. In Jörg Rickert hat er einen Kandidaten gefunden, der den Job an der Spitze des Vereins übernehmen würde. Das letzte Wort aber haben die Mitglieder, die in einer Jahreshauptversammlung darüber abzustimmen haben. Corona-bedingt ist sie noch nicht terminiert. Möller hofft aber, dass sie im September oder Oktober über die Bühne gehen kann.

Welver - „Ich bin guter Dinge, dass es jetzt gelingt, den Vorstand deutlich zu verjüngen“, so der 1. Vorsitzende. „Ich habe ja schon in den vergangenen Jahren einige Anläufe gemacht, bekam aber nie eine Resonanz“, deutet er an, dass er das Amt schon seit geraumer Zeit gern weitergegeben hätte. Der heute 72-Jährige kam 1982 nach Welver und ganz rasch zu einem Posten im damaligen Jugendvorstand. „Ich war im Vereinslokal bei Piebrock, um meinen Sohn zum Zeltlager anzumelden. Da wurde ich angesprochen und war kurz darauf Jugendgeschäftsführer“, schilderte Möller, wie er damals als Neu-Welveraner im Nu Verantwortung übernahm. Fünf Jahre später wurde er zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Nun aber ist es höchste Zeit für ihn, das Amt in jüngere Hände zu legen. „Wir Alten haben doch nicht mehr den Draht zu den jungen Leuten, da liegen zwei Generationen zwischen“, gesteht er angesichts des Altersunterschiedes zwischen den aktiven Fußballern und dem amtierenden Vorstand ein. Denn auch seine Mitstreiter wie der 2. Vorsitzende Uli Rensmann sind längst im Rentneralter. Hinzukommt, dass mit Geschäftsführer Juppa Schulze ein Vorstandsmitglied schwer erkrankt ist.

Umso erfreuter ist Möller, dass er beim aktuellen Leiter der Jugendabteilung sich nicht einen Korb abgeholt hat, wie es ihm in den vergangenen Jahren nicht selten widerfahren ist. „Wir hatten intensive Gespräche. Dabei hatte ich einen sehr guten Eindruck“, bilanziert Möller seine Erörterungen mit Jörg Rickert. „Er hat das ideale Alter und schon eine vergleichsweise junge Truppe um sich geschart. Auch die Nachfolge an der Spitze der Jugendabteilung soll mit Björn Urselmann geklärt sein“, lässt Möller durchblicken.

Jörg Rickert erhofft sich von einem neuen Vorstand eine Art Aufbruchstimmung: „Eigentlich wollte ich in der Jugend wirken, solange mein Sohn da spielt. Doch ich habe mich überzeugen lassen, nachdem Manfred Möller auf mich zugekommen ist.“ Er setzt darauf, breite Unterstützung zu bekommen, wenn er im Herbst gewählt wird. Bis dahin wird er kommissarisch mitwirken, um in die neue Aufgabe hineinzuschnuppern.

„Ich werde mich zu 99 Prozent auf das Sportliche konzentrieren. Manfred Möller wird sich weiter um den Karneval kümmern“, blickt der seit 19 Jahren in Welver lebende 46-Jährige auch auf das zweite Standbein des Vereins. Hier will er langfristig auch das Gespräch mit Sandra Goerdt-Heegt suchen, die sich im Verein um die Tanzgarden kümmert.

Zunächst ist er bemüht, die Personalien für den fußballerischen Bereich zu ordnen. „Wir hatten eine außerordentliche Versammlung der Jugend. Da hat sich Björn Urselmann bereiterklärt, meine Aufgabe als Jugendobmann zu übernehmen“, erläutert Rickert. Die Geschäftsführung beim Nachwuchs, bislang in den Händen von Sabine Hertwig, soll von der Geschäftsführung des Hauptvereins übernommen werden. Für diesen Posten hat Rickert den Schiedsrichter Marcel Voss gewonnen.

Als 2. Vorsitzender ist Holger Kürpick im Gespräch, die Kasse wird weiterhin Simone Scholz führen. Ralf Booms ist für die Finanzen der Jugend vorgesehen, Michael Coerdt für das Passwesen. Jochen Scholz bleibt im erweiterten Vorstand für den Spielbetrieb der Senioren Ansprechpartner.

Weitergeben wird Jörg Rickert, der sein aktives Fußballerleben vom sechsten Lebensjahr an beim SC Sönnern verbracht hat, das Amt des Trainers der A-Junioren-Spielgemeinschaft. Hier wird sich Björn Risse zur Verfügung stellen.

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