Gemeinsame Übung: Löschgruppen aus Dinker und Norddinker proben den Ernstfall

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Mit zwei Schläuchen wird das Gebäude gelöscht, das Wasser muss über eine Entfernung von rund 800 Metern heran geschafft werden.

Dinker – Der dichte Rauch quillt bereits unter den Dachpfannen des Werkstattgebäudes auf dem Hof Kayser-Kappelhoff hervor, als der Einsatzwagen der Löschgruppe Dinker-Nateln-Dorfwelver auf dem Hof zum Stehen kommt. Aufgeregt schildert Friedrich-Wilhelm Kappelhoff dem Einsatzleiter Wolfgang Hüwelmeyer, dass nach einer Verpuffung in der Werkstatt zwei Erwachsene und ein Kind im Gebäude vermisst werden. Sofort handelt Hüwelmeyer und lässt drei Einsatztrupps den Atemschutz anlegen um die vermissten Personen zu retten.

Zwischenzeitlich treffen weitere Feuerwehrfahrzeuge ein, darunter auch das TSF-W der Löschgruppe Norddinker, die in die Übung mit eingebunden werden soll. Das angenommene Szenario bei dieser Einsatzübung mutet dabei sehr realistisch an, Löschgruppenführer Philipp Haun von der Welveraner Wehr- und Löscheinheitsführer Markus Krause von der Löschgruppe Hamm-Norddinker beobachten die Vorgehensweise ihrer Kameraden genau. 

Wichtig ist hier die Zusammenarbeit der Gruppe vom benachbarten Hammer Gebiet und der Welveraner Wehr. Zumal dieser weitab gelegene Hof am Freistuhl die Löschgruppen vor besondere Aufgaben stellt, die Wasserversorgung ist recht schwierig. 

Der Suchtrupp berät sich über die Vorgehensweise an der Einsatzstelle, immer wieder kommt dichter Rauch aus der Werkstatt.

Die nächste Wasserentnahmestelle liegt rund 800 Meter entfernt. Es müsste eine lange Schlauchleitung verlegt werden, Hüwelmeyer entscheidet sich aber für den Pendelverkehr mit dem Tanklöschfahrzeug, der das Wasser in ein schnell aufgestelltes Vorratsbecken umfüllt und so die Löscharbeiten sicherstellt. 

In der Zwischenzeit sind die Löschschläuche verlegt und das Wasser spritzt aus mehreren Rohren auf das Dach der Werkstatt. Währenddessen sind die Rettungsarbeiten für die vermissten Personen in vollem Gange. Mit der erforderlichen Eigensicherung dringen die Atemschutztrupps in die durch Kunstnebel völlig verrauchte Werkstatt vor und orientieren sich mit Wärmebildkameras, um so die vermissten Personen aufzuspüren. 

Dazu gibt die Einsatzleitung noch den Hinweis, auch auf Gasflaschen zu achten, die auch kurz darauf gefunden und mit Wasser gekühlt werden. 

„Die Idee zu einer gemeinsamen Übung kam vor rund einem Jahr, als beide Löschgruppen gemeinsam einen Feldbrand am Freistuhl zu löschen hatten. „Da der Hof Kayser-Kappelhoff im Grenzgebiet liegt, bietet sich das hier an“, erklärt Haun und Krause stimmt ihm zu. 

Aufgeregt verfolgen auch die kleinen Zuschauer Lotta, (5), Nele (5), Edda (3), Jacob (3) und Lea (3) das Geschehen, auf ihren Kinderstühlen haben sie einen Platz in der ersten Reihe. 

Nach kurzer Zeit ist der Einsatztrupp in der Werkstatt das erste Mal fündig geworden, ein Dummy wird herausgetragen. Ein Schmunzeln können sich die Kameraden der Wehr dann doch nicht verkneifen, es ist gar nicht so einfach eine Strohpuppe in die stabile Seitenlage zu bringen. Auch die weiteren Dummys werden geborgen und dem imaginären Rettungsdienst auf dem Sammelplatz übergeben. 

Bei der Abschlussbesprechung, in der Friedrich Wilhelm Kappelhoff für eine Stärkung vom Grill sorgt, zeigen sich die Organisatoren mit dem Ablauf zufrieden.

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