Kinder lernen gern mit dem Tablet

+
Grundschüler arbeiten seit diesem Schuljahr bereits mit Tablets. Den Anfang hat Borgeln gemacht, Welver folgt in Kürze.

Welver – Während an vielen Straßen die vernetzte Zukunft noch in der Erde verbuddelt wird, hat in diesem Schuljahr das digitale Zeitalter in den beiden Welveraner Grundschulen schon begonnen. Und zwar richtig gut.

 „Die Kinder sind mit dem Spaß beider Sache, wir haben sogar beim letzten Zoobesuch schon einen eigenen Film gedreht“, freut sich die Rektorin der Grundschule Borgeln, Stefanie Markus. 

Pro Schule hat die Gemeinde 40 I-Pads angeschafft – und das neue Lehrmaterial wird rege genutzt. Und zwar nicht nur spielerisch. Im Unterricht wird auch gezeigt, wie die Kinder das Internet sinnvoll nutzen können. Der verantwortungsbewusste Umgang mit digitalen Medien gehört zu den zentralen Lehrinhalten. Daneben kann das Internet den herkömmlichen Umgang ergänzen. „Aber nur dort, wo es auch sinnvoll ist“, betont die Rektorin der Bernhard-Honkamp-Schule, Cornelia Plaßmann. 

Hefte, Stifte, Schere und Kleber werden auch in Zukunft nicht aus den Grundschulen verschwinden, versichert sie. „Es geht um das Lernen mit allen Sinnen“, betont Plaßmann. Auch Kämmerer Camillo Garzen ist zufrieden mit der Entwicklung. Obwohl – das räumt er freimütig ein – die Verwaltung zunächst bei den anstehenden Kosten für die Anschaffung schlucken musste. „Es hat sich gelohnt“, resümiert er jetzt. 

Das gilt auch für Investitionen in die Infrastruktur. Jedes Klassenzimmer verfügt mittlerweile über einen eigenes WLAN. Der Weg dorthin war im wahrsten Sinne des Wortes steinig. „Wir haben unterschätzt, wie verwinkelt die Bauten und wie dick die Wände sind“, so Garzen. Mittlerweile liegen alle Leitungen. Was noch fehlt, ist die digitale Versorgung in den Lehrerzimmern. Das soll demnächst nachgeholt werden. Zudem will die Gemeinde noch weitere I-Pads und andere Geräte wie Kopfhörer anschaffen. „Intelligent investieren“ – so lautet Garzens Ziel. Dabei soll die klassische Ausstattung nicht zu kurz kommen. Auch moderne Schulmöbelstehen auf der Einkaufsliste der Verwaltung. 

Aus dem Förderprogramm „Gute Schule 2020“ stehen für die Jahre 2018 und 2019 jeweils 181 692 Euro zur Verfügung. Das Geld aus 2018 ist nahezu komplett ausgegeben worden. Weitere Mittel ständen theoretisch auch aus den Töpfen Digitalpakt und Kommunalinvest zur Verfügung. Beruhigend, denn: „Es können extreme Kosten auf uns zukommen, beispielsweise, wenn ein neuer Server nötig ist“, so Garzen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare