In die alte Hauptschule?

Gemeinde Welver will schnelle Lösung in der Flüchtlingsfrage

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Die Gemeinde Welver will bald entscheiden, wo Flüchtlinge untergebracht werden sollen.

Noch in diesem Jahr will Welver geklärt haben, wo in Zukunft die Flüchtlinge untergebracht werden. Die Unterkunft im Eilmser Wald ist marode, die alte Hauptschule in Welver käme womöglich für einen preislich akzeptablen Umbau in Frage.

Welver  Offen aber ist: Gibt es in der Hauptschule Asbest-Altlasten, die den Preis für die Sanierung in die Höhe treiben würden? Camillo Garzen, Welvers designierter Bürgermeister, hatte vor der Rathaus-Wahl angekündigt, die Angelegenheit nicht auf die lange Bank schieben zu wollen, sondern sofort mit dem neuen Gemeinderat Lösungen zu schaffen.  Der Zeitplan sieht nun so aus:

 Am 20. Oktober kommt ein Sachverständiger in die Hauptschule und sucht dort nach etwaigen Asbest-Materialien. Das Gebäude stammt aus der Zeit, in der gern mit diesem Dämmstoff gearbeitet worden ist, dessen Fasern sich später allerdings als krebserregend herausgestellt haben. 

Am 4. November wird der neue Gemeinderat erstmals zusammentreten. 

Noch im selben Monat, am 18. November, tagt der Rat erneut und bekommt den Entwurf für den Haushalt 2021 präsentiert. Bis dahin, so Garzen, sollen Vorschläge spruchreif sein, wie es mit den Flüchtlingen und deren Unterbringung weitergeht. 

Am 16. Dezember sollte der Haushalt fürs nächste Jahr verabschiedet werden, womöglich mit einem Beschluss zu den Asylquartieren. 

Mit den beiden heutigen Unterkünften – das erkennt man schon auf den ersten Blick, und das haben die Gutachter inzwischen mit vielen Details und vor allem Kostenberechnungen unterfüttert – ist kein Staat mehr zu machen. 

Das frühere Internat im Eilmser Wald dürfte womöglich aufgegeben werden, eine Sanierung ginge in die Millionen. Die Hauptschule hingegen könnte weiter als Sammelunterkunft dienen. Dazu müssten die großen Klassenräume zu kleineren Zimmern und Sanitäranlagen umgebaut werden. Unterm Strich würde dies aber auch bedeuten, dass hier künftig nicht mehr für 150 Menschen Platz ist, sondern für weniger. 

Die bisherige Kostenaufstellung für den Umbau könnte wie erwähnt nach dem 20. Oktober schon wieder Makulatur sein, wenn die Asbestfrage beantwortet ist. Eine Unterkunft nicht fernab im Wald und ohne Busanschluss, sondern zentral in Welver wäre nicht nur für Garzen die bessere Lösung. 

Auch Ulrich Jungen vom Freundeskreis Eilmser Wald weist auf die Isolation der Flüchtlinge im ehemaligen Internat hin.

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