ISEK-Konzept

Überplanung und Modernisierung: Grundschule als neues Quartier

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Mit dem Antrag „Leben im Quartier“ erweitern die Grünen einen früheren Vorstoß der BG. Auch Jugendfeuerwehr und Kindergarten Schilfkorb sollen in die neuen Planungen für Grundschule und Umgebung einbezogen werden. Die OGS muss wegen großen Andrangs erweitert werden.

Welver – „Dumm gelaufen, das musste mit ins ISEK-Konzept?“ – so wertete Kay Philipper (Fraktion Welver 21) die Erkenntnis, dass die Welveraner bei der Erstellung ihres Innerstädtischen-Entwicklungskonzeptes (ISEK) im Vorjahr die Grundschule und ihre Satelliten außen vor gelassen haben.

Ein Antrag der Grünen zum Thema „Leben im Quartier“ brachte das Versäumnis jetzt ans Licht. In dem Antrag, der im Ausschuss für Generation, Bildung, Kultur und Soziales beraten wurde, fordern die Grünen die Planung und Umsetzung von An- und Umbauten der Bernhard-Honkamp-Schule, um diese sowohl für die Aufgaben im Bildungsbereich, als für die vielfältigen Bedürfnisse im Quartier zukunftsfähig zu machen. 

Grundschule gehört für viele zum Lebensbereich

Zu Begründung erläuterte Johannes Kimmel-Groß, dass die Schule mit ihren Klassenräumen, der OGS, der Zweifach-Turnhalle, der Turnhalle und dem Schwimmbad ganztägig genutzt werde. Diene das Schulgebäude am Vormittag dem Bildungsbereich der Grundschule, würden die Räume am Nachmittag und Abend von der OGS, der Musikschule, der VHS, dem Kulturverein und weiteren Vereinen genutzt. 

Konzept für Welvers Zentrum: Pläne für die „gute Stube“

Kimmel-Groß: „Die Schule hat sich im Laufe der Jahre zu einem multifunktionalen Gebäude und Gelände mit einer Mehrfachnutzung entwickelt. Für viele große und kleine Bürger der Gemeinde Welver gehört sie selbstverständlich zu ihrem Lebensbereich.“ Das Schulgebäude sei im ländlichen Raum ein wichtiger Bestandteil der Infrastruktur. 

Neuplanungen und Anbauten notwendig

Jeder Nutzer der Bernhard-Honkamp-Schule habe jedoch seine eigenen Bedürfnisse. Daher mache es Sinn, Gebäude und Gelände mit offener  Ganztagsschule, Turnhallen, Kindergarten Schilfkorb, Feuerwehr und Schwimmbaddem dem Bedarf anzupassen, und alles bedarfs- und generationengerecht auszubauen. Neuplanungen und umfangreiche Baumaßnahmen würden notwendig. 

Alter Antrag erweitert und neu beschlossen

Tim-Fabian Römer (BG) wunderte sich über den Antrag, weil er sich erinnerte, dass ein entsprechender Beschluss nach einem BG-Antrag schon vor einem Jahr verabschiedet worden war. Johannes Kimmel-Groß entgegnete, dass der neue Antrag der Grünen noch weitergehend sei. In der Aussprache stellte auch Monika Korn (FDP) fest, dass die Angelegenheit Grundschulgelände allen bei der ISEK-Beratung „dadurch gegangen“ sei“. 

Zweites ISEK in die Wege leiten

Die Überplanung sei aber elementar wichtig. Ausschus-Vorsitzender Rolf Wagner (SPD) schlug unter allgemeiner Zustimmung vor, den alten BG-Beschluss zu erweitern. Kay Philipper stellte fest, dass Welver auch mehrere Entwicklungskonzepte auflegen können und regte an, ein neues ISEK für die Überplanung des Quartiers „Grundschulgelände“ anzuschieben. Das wird die Verwaltung prüfen und angehen, versprach der allgemeine Vertreter, Camillo Garzen.

Folgender Bedarf besteht laut Antrag „Leben im Quartier“

Grundschule: Das Schulgebäude ist als Lernort ein wichtiger Bestandteilt der Bildung. Kindgerechte und zukünftige, auch eine digitalisierte Unterrichtsgestaltung, Inklusion, Integration und die individuelle Förderung setzen veränderte Raumkonzepte voraus. 

Dazu werden unter anderem ausreichend Klassenräume, kleine Gruppenräume, eine Schülerbücherei, Fachräume, ein Lehrmittelraum, ein Raum mit Lehrerarbeitsplätze benötigt. Neue Räumlichkeiten könnten durch einen Anbau an den nord- westlichen Gebäudetrakt entstehen. Ein wichtiger Bestandteil der Ausbau- und Umbaumaßnahmen ist, das gesamte Gebäude nicht nur im Erdgeschoss, sondern auch im ersten Geschoss behindertengerecht gestaltet wird (Rampen, Aufzug, Behindertentoiletten). 

Musikschule: Die Musikschule benötigt im Nachmittagsbereich Klassenräume und gesicherte Lagermöglichkeiten für ihre Instrumente. 

VHS: Durch die Schließung der Ganztagshauptschule nutzt auch die VHS regelmäßig die Räume der Bernhard-Honkamp-Schule. 

Bücherei: Der ehemalige Schulkindergarten und jetzige Raum der Jugendfeuerwehr, könnte als Bücherei der Gemeinde Welver genutzt werden. Er ist über den Eingang des Schwimmbades leicht zugänglich und bietet Platz. 

Die Jugendfeuerwehr könnte, über die Anmietung eines Containers als Zwischenlösung, ausgelagert werden, bis die Baumaßnahme am Feuerwehrhaus fertiggestellt ist. 

OGS: Die Offene Ganztagsschule benötigt aufgrund der Gruppenzahl und -größe weitere Räumlichkeiten, da ihr eigenes Gebäude zu klein ist. Aula: Im Rahmen des Umbaus sollte ein Aufzug in den 1. Stock der Schule mitgeplant werden, um die vorhandene Aula behindertengerecht zugänglich zu machen. Dann könnte sie für eine Reihe von Veranstaltungen nicht nur der Schule und Musikschule, sondern von anderen Veranstaltern genutzt werden.

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