Anton van Doornmalen - früher Samenzüchter, heute Sänger

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Anton van Doornmalen, der über Rijk Zwaan eine besondere Bindung zu Welver hat, liebt die Musik. Am Freitag, 25. Januar, veröffentlicht er sein Album: „Einfach ich“. Hier ist er bei einem seiner jüngsten Auftritte in Bad Sassendorf zu sehen.

Welver - Anton van Doornmalen ist ein Spätzünder, der in keine Schublade passt. Der Niederländer ist ein Phänomen – und ein Talent, das voller Leidenschaft für seine Musik steckt.

Der Sänger kommt aus einer Branche, die weltweit vernetzt ist und die neue Gemüsesorten entwickelt. Seit dem Jahr 1973 war er Geschäftsführer des Gemüsezuchtunternehmens Rijk Zwaan – zunächst im deutschen Tochterunternehmen in Welver, anschließend im internationalen Konzern. 

Zur Zeit fungiert Anton van Doornmalen als Vorsitzender des Aufsichtsrates des Unternehmens. Sein Hauptaugenmerk allerdings liegt derzeit auf der Musik. Und die ist wie ein Spaziergang durch das Leben – mit Höhen, traurigen Situationen, lustigen Momenten, Ohrwürmern und Tiefe. 

Den 69-Jährigen beschäftigten die großen Lebensthemen, aber auch die kleinen Momente, die das Leben so lebenswert machen. Gleich zu Beginn des neuen Jahres veröffentlicht er am 25. Januar ein Doppel-Album, das den Titel „Einfach ich“ trägt. 

Anton van Doornmalen komponiert selber. Müsste man seine Musik beschreiben, kämen sie den Liedern von Herman van Veen und Reinhard Mey am nächsten. Auf seinen Konzerten sind deren Songs auch zu hören, doch auf seinem neuen Album konzentriert sich der Liedermacher auf 24 eigene Songs. Die Stücke spiegeln seinen Charakter: immer positiv und mit zugekniffenem Auge. „Ein Lebensprojekt, das voller Liebe steckt“, sagt der Liedermacher. Die Auswahl der Lieder hat sich Anton van Doornmalen nicht einfach gemacht. 

Er hat Freunde in Welver und Werl befragt und auf Konzerten ganz genau beobachtet, welche Songs gut ankommen. Herausgekommen ist dabei ein Longplayer, der Spannung verspricht – in verschiedenen Sprachen und mit ganz verschiedenen Genres. Langsame Balladen sind ebenso auf der Platte zu finden wie moderne Up-Tempo-Lieder. 

„Die schönsten Momente erlebe ich mit der Band“

Die Musik ist jetzt nicht mehr nur Ausgleich zur Arbeit im Büro, sondern sie steht ganz klar im Mittelpunkt seines Lebens. „Die schönsten Momente in dieser neuen Lebensphase erlebe ich mit meiner Band“, sagt der Sänger und ergänzt: „Einfach zusammen Musik spielen und proben, das ist ja der Kern der Musik. Daran habe ich am meisten Spaß. Das berührt mich und die Musiker auch. Jedes Mal.“ Er spielt mit fünf professionellen Musikern, die teilweise auch mit dem niederländischen Schlagerstar Frans Bauer auf der Bühne stehen. 

Erfolg mit Fußballsong

Dass auch die Jüngeren seine Musik lieben, das hat sein Fußballsong unter Beweis gestellt. „Kannst du nicht für unseren Verein mal einen Song schreiben?“, wurde Anton van Doornmalen vor ein paar Jahren gefragt. Heraus gekommen ist ein Ohrwurm-Song „Fußball macht Spaß“, der innerhalb weniger Wochen über 11 000 Klicks auf YouTube verbuchen konnte. Über die sozialen Netzwerke ging das Stück über den Teamgeist bei den Fußballern von Blau-Weiß Büderich viral. Und den Sänger erreichten Anfragen von Fußballclubs aus der gesamten Republik. Ihr Anliegen: ob er nicht auch ihnen ein Liedchen aufs Fußballleibchen schneidern könne. 

Damit alle Deutschen etwas von der Musik hatten, folgte pünktlich zur Weltmeisterschaft in Russland: „Champions aus Germany“ – eine Motivationshymne für alle Amateurfußballer des Landes.

Er spielt ausschließlich für wohltätige Zwecke

Dass van Doornmalen ausschließlich zu wohltätigen Zwecken auftritt, betont er nicht gerne. Das Engagement für die Stiftung „Sibusiso“ ist für ihn längst selbstverständlich. Und so gehen seine kompletten Einnahmen an ein Projekt, das gehandicapte Kinder und ihre Familien im ostafrikanischen Tansania unterstützt. Übergeordnetes Ziel ist es, den oftmals sozial stigmatisierten Kindern eine Eingliederung in die Gesellschaft zu ermöglichen. Seit Herbst 2016 gibt es auch einen deutschen Förderverein der Stiftung mit Sitz in Werl.

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