Antrag zur Ratssitzung

Grüne fordern besser koordinierte Flüchtlingsarbeit

Welver - Das Thema Flüchtlinge rückt mehr und mehr aus dem Bewusstsein. Dass in der Betreuung der Aslysuchenden in Welver aber noch jede Menge zu tun ist, ist zumindest unter Fachleuten unbestritten. Die Fraktion der Grünen macht im Vorfeld der nächsten Ratssitzung (Mittwoch, 17 Uhr) noch einmal Druck in der Angelegenheit.

Sie fordert in einem Antrag die Einrichtung eines Runden Tisches unter dem Leitsatz „Willkommen in Welver“. Die Idee ist nicht neu: Bereits im Sommer hatten die Grünen einen entsprechenden Vorschlag gemacht, der im Sozialausschuss auch auf breite Zustimmung stieß. Seitdem hat die Gemeinde zwar an einem Integrationskonzept gearbeitet, der „Runde Tisch“ blieb aber außen vor. 

Dabei gibt es reichlich Arbeit für ein solches Gremium. Neben der allgemeinen Wohnsituation und Bildungsmöglichkeiten sind es auch ganz konkrete Alltagsfragen, die auf Antworten warten. 

Hierbei sind die nimmermüden ehrenamtlichen Helfer weitgehend auf sich allein gestellt. Wer sich beispielsweise die Statistik der Feuerwehr in den vergangenen Wochen ansieht, stellt schnell fest, dass mittlerweile eine Vielzahl von Einsätzen auf unsachgemäße Zubereitung von Essen zurückzuführen ist. 

Intensive Schulungen in den Bereichen Kochen, Hygiene und Brandschutz sind dringend nötig. Das ist allerdings nur ein Ausschnitt der brach liegenden Themen. Um alle Ideen zu bündeln und in Ergebnisse münden zu lassen, sollen nach Ansicht der Grünen unter anderem Vertreter der ehrenamtlichen Helfer, der Verwaltung, der Politik, der Kirche und wechselnde Fachleute an den Sitzungen des Runden Tisches teilnehmen. 

In der Nachbarstadt Soest hat man bereits beste Erfahrungen gemacht, wie Meinhard Esser, der dort die Flüchtlingsarbeit der Stadt Soest sehr erfolgreich organisiert, unlängst im Sozialausschuss erläuterte. Die Grünen betonten: Laut Gesetzgeber ist die Gemeinde nicht nur in der Pflicht, Flüchtlinge unterzubringen, sondern sie auch umfassend zu betreuen. 

„An dieser Stelle ist der Bürgermeister aufgefordert, den Ratsbeschluss umzusetzen und sich verantwortlich an die Spitze eines Runden Tisches zu begeben, um damit dem Wort des Willkommens die Tat einer effektiven Hilfe folgen zu lassen“, formuliert Fraktionschefin Cornelia Plaßmann in dem aktuellen Antrag zur Ratssitzung.

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